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Leuchtreklamen sollen Obdachlosen abends den Weg zu Schlafstellen weisen

In Brüssel ist ein Weg gefunden worden, um Obdachlosen und Flüchtlingen, die kein Dach über dem Kopf haben, den Weg zu Schlafstellen oder zu Einrichtungen zu weisen. Leuchtreklamen an den Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs zeigen Informationstafeln mit allerlei Möglichkeiten und Adressen in der Nähe, wo Hilfe angeboten wird.

Ab sofort sind in Brüssel jeden Abend ab etwa 18 Uhr Informationstafeln an Leuchtreklamen von Bus- oder Tramhaltestellen zu entdecken, die Obdachlose, die auf der Suche nach einem Schlafplatz, einer Waschgelegenheit, nach medizinischer Versorgung oder einfach nur nach einer warmen Mahlzeit sind, brauchbare Hinweise liefern.

Internetseiten und Apps, die Obdachlose oder Heimatlose über Hilfseinrichtungen informieren, gibt es bereits, doch ob die Betroffenen überhaupt online sind oder sein können, ist eine andere Frage. Jetzt hat man in der belgischen Hauptstadt einen Weg gefunden, der Hilfe sichtbar anbietet und dass sind rund 90 Anzeigetafeln in den Haltestellen von Bussen und Bahnen.

Die Initiative kommt von der Hilfsorganisation „Surviving in Brussels“, die damit hofft, aktuelle Informationen und Dienstleistung für diese Bevölkerungsgruppe einfacher greifbar zu machen, wie Sprecherin Valentiene Reyniers dazu gegenüber VRT NWS angibt:

„Um 3 Uhr nachts können sie sehen, dass und wo sie ab 6 Uhr warmes Essen bekommen können oder dass sie bei einer Hilfsvereinigung in der Nähe einen Ort finden, an dem sie sich aufwärmen, duschen und einen Kaffee trinken können. Sie können sehen, dass sich im Umkreis von 500 Metern solche Orte befinden, die auch geöffnet haben oder die am frühen Morgen öffnen und dass ihnen dort geholfen wird.“