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„Bieten Sie Sterbehilfe auch für Menschen mit Demenz an"

Die liberale Open VLD will, dass das Euthanasiegesetz so abgeändert wird, dass auch Menschen mit Demenz Anspruch auf Euthanasie haben.

Das aktuelle Euthanasiegesetz erlaubt Menschen Euthanasie nur, wenn sie zum Zeitpunkt der beabsichtigten Euthanasie noch bei klarem Verstand sind. Sollten sie vorab eine Absichtserklärung abgegeben haben, ist Euthanasie auch möglich, wenn sie in einem unwiderruflichen Koma liegen.

Doch wer eine solche Willenserklärung abgegeben hat und dann dement wird, hat kein Recht auf Euthanasie. Und das soll sich ändern, sagt der liberale Open VLD-Kammerabgeordnete, Robby De Caluwé: "Wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, über ein würdiges Lebensende zu entscheiden, das sie selbst gewählt haben, auch wenn sie an Demenz leiden. Auf diese Weise können wir viele demütigende Situationen vermeiden."

Da eine Absichtserklärung Menschen mit Demenz nicht helfen kann, dass bei ihnen Euthanasie durchgeführt wird, entschieden sich manche Menschen zu früh für eine Euthanasie. Robby De Caluwé betonte weiter: "Die Menschen wollen die Entscheidung treffen, solange sie noch bei Verstand sind, weil sie Angst haben, dass es sonst zu spät sein würde. Infolgedessen sterben Menschen mit Demenz zu früh."

Früher hatte die flämische sozialistische Partei ähnliche Gesetze vorgeschlagen.