Mit ACCES gegen Gewalt an Migrantinnen

Die Gruppe zur Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung (GAMS) Belgien, FORWARD UK und Médicos del Mundo haben an diesem Donnerstag gemeinsam das europäische Sensibilisierungsprojekt ACCES gestartet. Ziel der Kampagne ist es, den Zugang zu Prävention, Schutz und Unterstützung für Migrantinnen, die geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt sind, zu verbessern.

Das Akronym ACCESS steht für Appropriate Community-based Care and Empowering Support Services. Ziel der Kampagne ist es, sicherzustellen, dass die spezifischen Bedürfnisse von Migrantinnen von den Hilfsdiensten auf europäischem Territorium erfüllt werden und insbesondere die Hindernisse für den Zugang zu Hilfe beseitigt werden. Nach Angaben der Organisationen sind Migrantinnen eher mit geschlechtsspezifischer Gewalt konfrontiert, wie z.B. weibliche Genitalverstümmelung, sexuelle Gewalt, Partnergewalt, Zwangsheirat oder Menschenhandel.

Das ACCES-Projekt besteht aus mehreren Teilen und Aktionen. In erster Linie läuft eine Online-Kampagne, in der die Emotionen von Angst, Stress, Abscheu und Schmerz in vier Videos geweckt werden. Vier Emotionen, die direkt mit geschlechtsspezifischer Gewalt verbunden sind. In den beteiligten Gemeinschaften wird auch durch Co-Mediatoren sensibilisiert, die geschult wurden, verschiedene Formen geschlechtsspezifischer Gewalt zu erkennen.

Ab diesem Donnerstag ist www.we-access.eu online verfügbar. Diese Webseite enthält eine Online-Karte, auf der alle Hilfsdienste in Belgien, dem Vereinigten Königreich und Spanien aufgeführt sind. Die Webseite enthält auch Online-Interviews in verschiedenen Sprachen wie Arabisch, Somali, Fulani, Tigrinya und Englisch, um Frauen auf den richtigen Betreuungsdienst hinzuweisen. Um die Nachbereitung und Beratung nach der angebotenen Hilfe zu gewährleisten, stehen pro Land 150 Ersthelfer zur Verfügung.