Wasserpreis in Brüssel wird ab dem 1. Januar steigen

Der Verwaltungsrat von Brugel, der Brüsseler Regulierungsbehörde für Wasser, Gas und Strom, hat eine Indexierung der Vivaqua-Tarife genehmigt. Infolgedessen wird die Wasserrechnung in Brüssel ab dem 1. Januar 2020 steigen. Laut Vivaqua sei eine Indexierung notwendig, um weiterhin investieren zu können.

Der Wasserpreis für die Brüsseler war seit 2014 nicht mehr erhöht oder indexiert worden. Vivaqua betont, dass der Wasserpreis in der Region Brüssel auch nach der Indexierung deutlich niedriger bleibe als in den anderen Regionen. Konkret bedeutet diese Indexierung eine Erhöhung der Rechnung um 2,76 Euro pro Jahr und pro Person in einem Haushalt mit einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 35 m³ pro Person und Jahr.

Die Indexierung ist eine der Maßnahmen, die es Vivaqua ermöglichen soll, weiterhin in veraltete Infrastrukturen, insbesondere das Brüsseler Kanalnetz, zu investieren. Vivaqua hat die Leitung in den 2000er Jahren übernommen und soll sich in einem sehr schlechten Zustand befinden. Darüber hinaus muss auch der Anstieg der Schuldenlast gestoppt werden.

"Ferner werden wir unser eigenes Haus in Ordnung bringen. Im Rahmen von VIVAnext, unserem strategischen Plan 2019-2024, haben wir uns konkret und präzise verpflichtet, sowohl unsere Dienstleistungen für die Bevölkerung als auch unsere Arbeitsmethoden und -prozesse zu verbessern", so Laurence Bovy, Generaldirektorin von Vivaqua.

Gleichzeitig ist sich der Wasserverwalter auch der finanziellen Probleme bewusst, mit denen immer mehr Brüsseler Familien zu kämpfen haben. Hier setzt sich Vivaqua für die Einführung eines sozialen Wassertarifs ein, der automatisch gewährt werden soll.