Nicolas Maeterlinck

WHO warnt: Junge Leute weltweit bewegen sich zu wenig

Junge Leute bewegen sich zu wenig. Das sagt nun auch die Weltgesundheitsorganisation WHO. Und das gilt für Jugendliche auf der ganzen Welt. Die Organisation hat Daten von 1,6 Millionen 11-17-Jährigen in 146 Ländern verarbeitet. Das Ergebnis: Rund 80 Prozent bewegt sich weniger als eine Stunde am Tag. Und das ist schlecht für ihre künftige Gesundheit. Und Teenagerinnen bewegen sich noch weniger als Teenager.

Die WHO hat zwischen 2001 und 2016 das Verhalten von Teenagern untersucht. Das Ergebnis: Die große Mehrheit bewegt sich nicht genug. Regina Guthold von der Weltgesundheitsorganisation (Abteilung für Kinder- und Jugendkrankheiten) betont: „Es durfte aktiv spielen sein oder die Turnstunde oder irgendetwas anderes. Doch wir haben festgestellt, dass sich 4 von 5 Teenagern nicht ausreichend bewegen und deshalb auch nicht von der physischen Aktivität gesundheitlich profitieren.“

Zum einen liegt dieses schlechte Ergebnis an der Bildschirmzeit, das heißt am Gaming, der Zeit am Computer oder am Smartphone. Doch auch die Behörden kriegen ihr Fett weg, wenn es um Bewegung geht. Sie spornten nicht genug an, heißt es bei der WHO. So seien große Teile der öffentlichen Plätze kaum zugänglich und der Verkehr zu stark.

Leanne Riley von der WHO und Autorin des Berichts sagt: „Die Sicherheit ist ein Problem. Die jungen Leute fühlen sich vielleicht draußen nicht sicher, wenn sie rennen oder in Parks spazieren gehen. An diesen Plätzen hätten wir sie gerne aktiver.“

Jungen bewegen sich übrigens etwas mehr als Mädchen. Nur in Ländern, in denen Mädchen physisch zu Hause mithelfen oder arbeiten müssen, schneiden diese besser ab, zum Beispiel in Afghanistan und Indien.

Die Mitglieder der WHO wollen bis 2030 viel bessere Zahlen. Sie werden also investieren müssen. „Es könnte sehr viel mehr getan werden, um für physische Aktivitäten oder den Sportunterricht in den Schulen zu werben oder einfach Möglichkeiten während der Schulzeit zu schaffen, die Teenagern zu den 60 Minuten Aktivität verhelfen“, so Riley noch.