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Militärische Operationen Belgiens 2020: Sahel und Afghanistan und vielleicht Jordanien

Auf jeden Fall die Sahelzone und Afghanistan, und vielleicht auch Jordanien: Das werden voraussichtlich die wichtigsten Einsatzorte der belgischen Armee im nächsten Jahr im Ausland sein. Das geht aus den Plänen der geschäftsführenden Regierung hervor. Sie will die laufenden Missionen fortsetzen und bereitet eine mögliche Beteiligung mit Luftunterstützung an der internationalen Koalition gegen die Terrorgruppe IS vor.

Der operative Plan muss noch vom Ministerrat genehmigt werden. Im Prinzip wird dies am Freitag geschehen. Die Mitglieder des Parlamentarischen Ausschusses für Verteidigung und Nachfolge ausländischer Missionen haben bereits in dieser Woche eine Erklärung mit Zahlen erhalten.

Laut einer Zusammenfassung, die die Presseagentur Belga einsehen konnte, sieht das Verteidigungsministerium für 2020 insgesamt 72,3 Millionen Euro netto (156,6 Millionen Euro brutto) für den operativen Einsatz unter der Schirmherrschaft der NATO, der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, bilateral oder im Rahmen der von den Vereinigten Staaten geführten Koalition gegen den IS, vor.

Die Bemühungen Belgiens im Sahel zur Bekämpfung des dschihadistischen Terrorismus werden wahrscheinlich die teuerste ausländische Operation sein. Es folgen die mögliche Mission mit vier F-16 von Jordanien aus gegen den IS und die Mission der NATO „Resolute Support“ in Afghanistan.

Eine mögliche Operation im Nahen Osten wäre eine Möglichkeiten, dass die vier F-16, die heute in Litauen aktiv sind, Ende April zurückkehren. Im Rahmen der NATO-Operation "Baltic Air Policing (BAP)" verteidigen diese Flugzeuge derzeit den Luftraum über den baltischen Staaten.