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Belgien und Europol gelingt Cyberschlag gegen Propagandakanal der Terrorgruppe IS

 

Die belgische Bundesanwaltschaft hat einen erfolgreichen Cyberangriff auf Amaq, die "Presseagentur" und den Propagandakanal der Terrorgruppe IS, durchgeführt. Das berichtet die Presseagentur Belga und wurde auch der VRT bestätigt. Das Europäische Polizeiamt und die spanische Polizei waren ebenfalls an der Aktion beteiligt. Der Angriff dauerte zwei Tage.

Bereits 2018 hatte die belgische Staatsanwaltschaft einen Cyberangriff auf Amaq durchgeführt, aber zu diesem Zeitpunkt waren die Nachrichtenagentur und die betroffenen Webseiten und Accounts  nach relativ kurzer Zeit wieder in Betrieb.

"Das hat uns etwas überrascht und deshalb haben wir diesmal versucht, es besser zu machen", so der Sprecher der Staatsanwalt Eric Van Der Sypt gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. "Das scheint auch funktioniert zu haben. Wir konnten viele Konten deaktivieren und eine Reihe von Webseiten offline schalten. Zweifellos werden sie versuchen, sie in den nächsten Tagen wieder zu reaktivieren, aber das wird viel Zeit, Ressourcen und Geld kosten."

Der Angriff war letzte Woche erfolgt und dauerte zwei Tage.

Die Untersuchung der Server des islamischen Staates liegt in den Händen der föderalen Gerichtspolizei Ostflanderns. Die Bundesanwaltschaft, die spanische Polizei und Europol werden noch an diesem Montag um 14.00 Uhr eine Presseinformation über den Cyberangriff am Hauptsitz von Europol in Den Haag geben.