Arbeitsgericht gibt Wout Van Aert im Streit mit seinem Ex-Teamchef Recht

Der ehemalige Teamchef des dreifachen Cross-Weltmeisters hatte Wout van Aert wegen Vertragsbruch angezeigt und Schadenersatz in Höhe von 1,1 Milionen Euro verlangt. Das Arbeitsgericht von Mechelen urteilte am Dienstag zugunsten von van Aert. Sein Ex-Teamchef Nick Nuyens will Berufung einlegen.

Weil van Aert nichts von dem Zusammenschluss seines früheren Rennstalls mit dem Zweitdivisionär Roompot-Nederlandse Loterij gewusst hatte, kündigte der Cross-Weltmeister im vergangenen Jahr seinen Vertrag einseitig und mit sofortiger Wirkung. Der Vertragsbruch schlug wie eine Bombe in der Radsportszene ein.

Rennstallbesitzer Nick Nuyens stritt die Dringlichkeit der Vertragskündigung ab und verklagte van Aert daraufhin vor Gericht. Nuyens forderte 1,1 Millionen Euro an Lohn, Startgeld/Prämien, Preisgeldern und verlorenen Sponsorengelder.

Zu seiner Verteidigung berief der Radsportchampion sich auf eine Reihe von Meinungsverschiedenheiten und auf einen schweren Vertrauensbruch. Van Aert warf Manager Nuyens vor, Niels Albert, einen früheren Teamkollegen, unter Druck gesetzt zu haben, um gegen van Aert auszusagen.

Nuyens, der den Prozess verloren hat und die Gerichtskosten tragen muss, will in Berufung gehen.