Betty Matthysen

Belgiens Verbraucher zahlen für Strom in der EU mit die höchsten Preise

In der Europäischen Union zahlen nur deutsche und dänische Haushalte mehr für ihren Strom als in Belgien, wie aus Zahlen des EU-Statistikamtes Eurostat hervorgeht. Im Durchschnitt liegt der Strompreis für private Haushalte in der EU bei 21 € pro 100 kWh (Kilowattstunde), doch zwischen den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten liegen große Unterschiede vor. Beim Erdgas liegt Belgien allerdings eher im EU-Durchschnitt.

In Deutschland zahlen die Privathaushalte mit 30,90 € die höchsten Strompreise pro 100 Kilowattstunden, gefolgt von Dänemark mit 29,80 € und Belgien mit 28,40 € für die gleiche Menge Elektrizität. In Bulgarien ist der Strom mit 9,90 € pro kWh am billigsten vor Ungarn mit 11,20 € und Litauen mit 12,50 € pro Kilowattstunde. Die Strompreise liegen für die belgischen Privathaushalte so hoch, weil der Staat und die Energieproduzenten allerlei Abgaben, Steuern, Vertriebskosten und andere Unkosten erheben oder an die Privatkunden weiterreichen.

Während unser Land in Sachen Strom sehr teuer ist, kann das beim Erdgas nicht so gesagt werde. Belgien liegt mit 5,54 € pro 100 Kilowattstunde im EU-Durchschnitt, der bei 6 € liegt. Die teuerste Gasrechnung müssen die Schweden begleichen, denn dort kostet Erdgas 11,80 € pro kWh und bei den Niederländern mit 9,20 € und bei den Dänen 8,60 € je kWh ist dieses Gas für die Privathaushalte ebenfalls nicht so günstig wie in Belgien oder im EU-Durchschnitt.