Deutlicher Trend: Wieder mehr Verkehrstote auf den belgischen Straßen

Die Zahl der Verkehrstoten ist in Belgien in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 stark angestiegen. In den letzten drei Monaten allerdings sank die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr wieder leicht. Die Zahlen stammen aus einem aktuellen Bericht des belgischen Instituts für Verkehrssicherheit (VIAS). 

Demnach starben in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres in unserem Land 372 Menschen bei Verkehrsunfällen. Das waren 53 Verkehrstote mehr als im Vergleichszeitraum im vergangenen Jahr. Würde sich dieser Trend bis zum Jahresende bestätigen, so VIAS, endet die Bilanz höher als 2018. Und es sieht so aus, als ob das der Fall sein kann, denn alleine am Dienstag verloren innerhalb von nur drei Stunden drei Personen ihr Leben bei Verkehrsunfällen in der Provinz Flämisch-Brabant…

Laut VIAS unterstreicht eine um 17 % gestiegene Zahl diesen Trend: „Dieser Anstieg ist vor allem auf die ersten sechs Monate zurückzuführen, die eine wahre Katastrophe auf unseren Straßen waren.“ Interessant dabei ist, dass gravierende Unterschiede zwischen den einzelnen Landesteilen in Belgien vorliegen. Einen Negativrekord stellt Wallonien im genannten Zeitraum auf. Dort verloren 190 Menschen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ihr Leben im Straßenverkehr - 40 mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum letztes Jahr, ein Plus von 27 %.

In Flandern verloren zwischen Januar und September 2018 160 Personen bei Verkehrsunfällen ihr Leben und dieses Jahr lag der traurige Wert bei 168 Verkehrstoten. In der Region Brüssel-Hauptstadt verloren letztes Jahr 9 und dieses Jahr bereits 14 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben.

Zum ersten Mal seit Jahren nahm 2019 auch die Zahl der tödlich verunglückten jungen Autofahrer unter 25 Jahre wieder stark zu. Bis Ende September kamen nach der Statistik von VIAS 63 junge Fahrer bei Unfällen ums Leben. Das ist gegenüber 2018 mit 37 Todesopfern im gleichen Vorjahreszeitraum fast eine Verdopplung. Unter den Todesopfern bei Verkehrsunfällen sind auch wieder mehr Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer. Hier ist Flandern deutlich stärker betroffen, als die anderen Landesteile in Belgien.