Belgische Regierung investiert bis 2030 35 Milliarden Euro in die Bahn

Am Freitag hat der Ministerrat mehrere Maßnahmen des Klima- und Energieplans der belgischen Bundesregierung verabschiedet, darunter auch Investitionen in Höhe von 35 Milliarden Euro für die NMBS/SNCB. Belgien muss diesen Plan bis Ende des Jahres bei der EU-Kommission einreichen. Auch die Länder müssen ihren Beitrag leisten.

Der nationale Klima- und Energieplan soll die Treibhausgase in Belgien bis 2030 um 35 % senken und den Anteil der erneuerbaren Energien auf wenigstens 32 % erhöhen.

Die Maßnahmen der Regierung beruhen auf neun wichtigen Achsen, so die zuständige liberale Energieministerin Marie-Christine Marghem (MR).

Eine der Hauptachsen ist die Verstärkung der Bahn sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. Zwischen 2021 und 2030 will die Bundesregierung 35 Milliarden Euro investieren.

Laurie Dieffembacq

Energiewende

Eine weitere Achse des Klima- und Energieplans ist die Einführung einer umweltfreundlichen Wagenflotte, die 2030 keine Abgase mehr erzeugt. Elektrische Autos mit Ladestationen auf den Parkplätzen der Bundesbehörden und bei der NMBS/SNCB sollen ebenfalls die heutigen Diesel- und Benzinfahrzeuge ersetzen.

Öffentliche Gebäude, die zur Hälfte energieneutral sind, sind ebenfalls ein Ziel, das Bund und Länder ab 2021 ins Auge fassen.

Bundesenergieministerin Marghem will Beihilfen für fossile Treibstoffe ab 2030 allmählich abschaffen. Der Klima- und Energieplan muss Belgien helfen, die europäischen Zielsetzungen zu erfüllen und die Energiewende zu vollziehen, ohne dass die Kosten den Verbraucher belasten. „Schon allein die Investitionen in die  Bahn werden die CO2-Emissionen jährlich um bis zu 6 Millionen Tonnen bis 2030 verringern", so Marghem.