Erik-Jan Ouwerkerk

Was ändert sich ab dem 1. Dezember?

Immer zur Monatswende treten verschiedene neue Bestimmungen in Kraft. Das ist auch am 1. Dezember 2019 nicht anders. Den 1- und 2-Centmünzen steht im Einzelhandel das Ende bevor und die  korrekte Fahrzeugbeleuchtung wird strenger kontrolliert.

Bei Barzahlungen ist Ab- und Aufrunden ab sofort Pflicht

Ab dem 1. Dezember ist jeder Verkäufer verpflichtet, die Schlussrechnung für alle Barzahlungen abzurunden. Hinter dieser Maßnahme steckt die Idee, die 1- und 2-Cent-Münzen allmählich aus dem Verkehr zu ziehen. Online-Einkäufe und Zahlungen mit Geld- oder Kreditkarde sind nicht betroffen.

Die 1- und 2-Cent-Münzen sind sehr teuer in der Herstellung und ihre Verwendung wird von den Verbrauchern als störend empfunden, erklärt das belgische Wirtschaftsministerium auf seiner Website. Aus diesem Grund hat die belgische Bundesregierung die neue Ab- und Aufrundungspraxis zum 1. Dezember eingeführt, mit dem Ziel, die beiden Münzen schrittweise aus dem Verkehr zu ziehen.

Diese Maßnahme gilt für den Einzelhandel. Konkret wird abgerundet, wenn der aktuelle Betrag mit 1, 2, 6 oder 7 Cent endet (Beispiel:  10,02 auf 10,00 Euro oder von 10,06 auf 10,05 Euro). Aufgerundet wird, wenn der aktuelle Betrag mit 3, 4, 8 oder 9 Cent endet (Beispiel: von 10,04 auf 10.05 oder von 10,08 auf 10,10 Euro). Das Wirtschaftsministerium erinnert daran, dass von der Ab- und Aufrundung nicht jeder Posten, sondern der Gesamtbetrag der Rechnung betroffen ist.

Diese Änderung tritt bei allen Barzahlungen ein. Einzelhandel und Freiberufler sind bei Kartenzahlungen aber nicht hierzu verpflichtet. Wenn sie sich jedoch entscheiden, unabhängig von der Zahlungsart ab- oder aufzurunden, müssen sie dies deutlich angeben.

Das Wirtschaftsministerium verdeutlich, dass Online-Käufe von dieser Maßnahme nicht betroffen sind. Auch wenn es das Ziel ist, die 1- und 2-Cent-Münzen allmählich verschwinden zu lassen, werden Zahlungen mit diesen Münzen weiterhin erlaubt sein. So wird es beispielsweise immer möglich sein, einen 20-Cent-Einkauf in 1- und 2-Cent-Münzen zu bezahlen.

Fahrzeugbeleuchtung wird strenger kontrolliert

Ab dem 1. Dezember werden einige Ausfälle von Autoscheinwerfern in flämischen Fahrzeugkontrollzentren strenger beurteilt. Manche Mängel, die bisher eine positive Bewertung erhalten haben, erhalten ab sofort einen Verweis und sind reparaturpflichtig.

Die Verschärfung der Vorschriften ist das Ergebnis der Umsetzung einer europäischen Richtlinie. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu verbessern.