Michel Lelièvre, der Komplize von Marc Dutroux, hat das Gefängnis verlassen

Michel Lelièvre, der Komplize des Kinderschänders Marc Dutroux, hat an diesem Montagmorgen das Gefängnis verlassen. Ende September entschied das Brüsseler Strafgericht, dass Lelièvre seine Strafe außerhalb des Gefängnisses absitzen dürfe, sofern er eine Wohnung findet. Das ist jetzt geschehen. Die Gefängnisbehörden haben der VRT bestätigt, dass Lelièvre das Gefängnis verlassen hat.

Am 22. Juni 2004 wurde Michel Lelièvre vom Schwurgericht zu 25 Jahren Haft verurteilt, weil er Marc Dutroux bei den Entführungen von An, Eefje, Sabine und Laetitia geholfen hatte. Er war nicht an den Entführungen von Julie und Mélissa beteiligt.

Ende September entschied das Brüsseler Strafgericht, dass Lelièvre das Gefängnis nach 23 Jahren verlassen dürfe, allerdings unter bestimmten Bedingungen. Er musste innerhalb von sechs Monaten eine Unterkunft finden. Dies ist nun geschehen, so dass Lelièvre an diesem Morgen das Gefängnis verlassen durfte. Er darf keine neuen Verbrechen begehen und er muss sich bei der Justizassistentin melden. Außerdem muss er eine Ausbildung oder einen Job finden, seine Opfer entschädigen und darf keinen Kontakt zu Opfern oder anderen Straftätern aus der Akte haben. Aus diesem Grund darf er nicht in den Provinzen Flämisch-Brabant, Limburg, Hennegau, Lüttich oder Luxemburg leben. Er muss auch Tournai, Ixelles und bestimmte Straßen in Brüssel meiden.

Jetzt, da Lelièvre frei ist, sitzt nur noch der Kinderschänder Marc Dutroux hinter Gittern. Er wurde vom Schwurgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Michelle Martin, die Ex-Frau von Dutroux, durfte bereits vor sieben Jahren das Gefängnis verlassen. Damals hatte sie 16 von 30 Jahren abgesessen.

 

2004 AFP