"Breaking Bad" in Belgien? Schon drei "Chrystal Meth"-Drogenlabore ausgehoben

Die Polizei hat in Bilzen in der Provinz Limburg ein Drogenlabor entdeckt, in dem extrem süchtig machendes „Chrystal Meth“ produziert wurde. Damit wurden in diesem Jahr bereits drei Drogenküchen ausgehoben, in denen dieser Stoff hergestellt wurde. Die Polizei warnt in verschiedener Hinsicht: Die Herstellung von „Chrystal Meth“ kann zu Explosionen führen und diese Droge ist sehr teuer, macht schnell süchtig und betreibt Raubbau am Körper der Konsumenten.

Das Drogenlabor in Bilzen wurde bereits Anfang Oktober ausgehoben, doch der Vorfall wurde erst jetzt bekannt - wohl aus Ermittlungsgründen. Das Labor wurde eher zufällig entdeckt, als die Feuerwehr in dem Gebäude, in dem „Chrystal Meth“ hergestellt wurde, einen Brand löschen musste. Schon bei den Löscharbeiten nahmen die Feuerwehrleute einen beißenden chemischen Geruch war.

Als Brandschutzexperten nach der Ursache des Feuers in Bilzen suchten, stellten sie fest, dass der Brand durch eine Explosion bei der Drogenherstellung entstanden war… Ein erstes Drogenlabor zur Herstellung von „Chrystal Meth“ wurde Mitte März in der limburgischen Provinzhauptstadt Hasselt entdeckt und ein zweites wurde Anfang Juni in Wuustwezel in der Provinz Antwerpen ausgehoben.

Die belgische Bundespolizei zeigt sich angesichts dieser Droge besorgt, denn „Chrystal Meth“ ist extrem gefährlich und zudem mit rund 100 € pro Gramm am Markt auch besonders teuer. Süchtige, die „Chrystal Meth“ nehmen, laufen neben dem Risiko, schnell schwerkrank zu werden, auch Gefahr, rasch zu verarmen.

„Chrystal Meth“ wurde nicht zuletzt weltweit bekannt durch den amerikanischen Film „Breaking Bad“, in dem ein krebskranker Chemieprofessor diese Droge herstellt, um seine Familie finanziell abzusichern. Die drei in Belgien ausgehobenen „Chrystal Meth“-Labore produzierten angeblich im Auftrag von südamerikanischen Drogenkartellen.