Brüssel-Flämische Beziehungen: Kooperationsausschuss für Mobilität soll’s richten

Die Regionen Brüssel und Flandern werden eine Struktur einrichten, um gemeinsam die wichtigsten Mobilitätsfragen zu untersuchen, die sie vor allem aufgrund ihrer geografischen Nähe betreffen. Das kündigten der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) und der Brüsseler Ministerpräsident Rudi Vervoort (PS) am Freitagmorgen an.

Ein Kooperationsausschuss, der sich aus (Vertretern von) Ministerpräsidenten und Verkehrsministern zusammensetzt, wird sich mit den aktuellen Fragen befassen: die Optimierung des Ringes, der Flandern besonders am Herzen liegt, die Entwicklung so genannter alternativer Verkehrsträger, einschließlich Rad und Fahrradschnellstraßen, usw.

Die Leiter der beiden Regionalregierungen trafen sich am Freitagmorgen zum ersten Mal seit ihrem Amtsantritt in der offiziellen Residenz der flämischen Regierung. Diese liegt nur einen Katzensprung vom Königsschloss in Brüssel und der Brüsseler Regierung entfernt.

Es ging vor allem um die Arbeitsmethoden zu Themen, bei denen die beiden Unternehmen eine gemeinsame Grundlage suchen wollen: Mobilität, Beschäftigung, 5G, aber auch internationale Beziehungen. Das letzte Kooperationsabkommen zwischen allen Einheiten des Landes, das besagt, wer in diesem letzten Bereich was tut, stammt aus dem Jahr 1994.

Rudi Vervoort und Jambon kennen sich bereits persönlich. Sie hatten schon im vorherigen Parlament nach den Anschlägen zusammenarbeiten müssen. Nach eigenem Bekunden war die Atmosphäre des Treffens "angenehm". Sie beabsichtigen nun, sich mindestens zweimal im Jahr zu treffen.