Flandern hat 100 schwarze Verkehrsstellen hinzubekommen

Die Zahl der "schwarzen Flecken" auf der dynamischen Liste der unsicheren Verkehrsstellen in Flandern ist im vergangenen Jahr stark gestiegen, von 213 auf 314. Das hat die flämische Verkehrsministerin, Lydia Peeters (Open VLD), auf Fragen von Marino Cologne (Open VLD) und Björn Rzoska (Groen) geantwortet. Der starke Anstieg sei laut Peeters vor allem darauf zurückzuführen, wie Unfälle mit Fußgängern, Radfahrern und Motorradfahrern mitgezählt würden.

Die Diskussion ist nicht neu. Im Jahr 2002 startete Flandern eine Liste von 809 "schwarzen Flecken", meist Kreuzungen, an denen sich in der Vergangenheit viele Unfälle ereignet haben. Inzwischen sind jedoch noch nicht alle Punkte dieser historischen Liste behandelt worden. Laut Ministerin Peeters wurden 32 weitere Projekte "nicht abgehakt". "Ziel ist es, diese Projekte so schnell wie möglich abzuschließen", so Peeters.

Doch auch die frühere flämische Regierung hatte eine dynamische Liste von schwarzen Flecken gestartet. Diese Liste wird dann jährlich auf Basis der neuesten Unfallzahlen angepasst. Auf diese Weise will die Regierung schnell reagieren können.

Im Jahr 2018 standen 213 Flecken auf der dynamischen Liste. Jetzt wurde die Liste wieder aktualisiert, betonte Ministerin Peeters. Die Liste besteht nun aus 314 schwarzen Flecken. Nach Angaben der liberalen Ministerin sei diese erhebliche Erhöhung vor allem darauf zurückzuführen, dass beschlossen wurde, Unfällen mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern mehr Gewicht zu verleihen. Wie die Ministerin selbst sagt, wolle sie "alles daran setzen, diese gefährlichen Stellen zu beseitigen". Sie will nicht nur zusätzliche Investitionen tätigen, sondern auch an "Effizienzgewinnen in den Verfahren zur Bewältigung von schwarzen Stellen (meist Kreuzungen, Red.!)" arbeiten.

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