Flanderns Christdemokraten haben einen neuen Vorsitzenden: Joachim Coens

Der neue Präsident der flämischen Christdemokraten (CD&V) ist der 53-jährige Joachim Coens. Coens setzte sich mit 53,12% gegen Sammy Mahdi durch. Coens endete auch schon als Erster nach der ersten Runde im letzten Monat.

Coens ist Bürgermeister von Damme und Geschäftsführer des Seebrügger Hafens. Er ist der Sohn von Daniël Coens, ehemaliger Bürgermeister von Damme sowie Staatssekretär und Minister in den 1970er und 1980er Jahren. Daniël Coens wurde vor allem als Bildungsminister und Gewerkschafter (ACW) bekannt.

Letzteres gilt weniger für seinen Sohn Joachim. Als Hafenchef gehört er eher zu den Unternehmern. Als Bürgermeister genießt er die Unterstützung vieler lokaler Parteifunktionäre. Coens gilt auch als Mann des Establishments und sicherlich des westflämischen Establishments.

Er möchte, dass die Mitglieder der CD&V mit über die Standpunkte der Partei bestimmen können. Letzten Monat sprach er sich gegen die Lockerung der Abtreibungsgesetzgebung aus: Wenn Open VLD diese neue Gesetzgebung unterzeichnet, ist das "ein großes Problem", sagte er.

"Ich freue mich wirklich darauf", so Joachim Coens in seiner Siegesrede. "Wir werden mit allen Christdemokraten zusammenarbeiten, um die Christdemokratie wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Coens versprach, "diejenigen, die uns verlassen haben", zurückzuholen.

Mahdi bedankte sich wiederum in seiner Rede bei allen, die für ihn gestimmt hatten, aber er stehe hinter dem neuen Präsidenten. "Wir werden diese Geschichte zusammen schreiben", sagte Mahdi.

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