Pressekonferenz zu Klimazielen abgesagt: Weitere Berechnungen erforderlich

Die flämische Regierung hat eine Pressekonferenz verschoben, auf der sie mehr Einzelheiten über die Bemühungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen mitteilen sollte. Journalisten, die am Standort angekommen waren, mussten stundenlang warten.

Die flämische Umwelt- und Energieministerin Zuhal Demir (von den flämischen Nationalisten N-VA) sollte an diesem Freitag eine Pressekonferenz über den flämischen Klimaplan geben, mit neuen Zielen zur Erreichung der Verminderung von Emissionen. Es ist eine enorme Herausforderung für Demirs Kabinett, da Flandern seine Ziele für nachhaltige Energie bis 2020 nicht erreichen wird. Außerdem wird es vielleicht nicht möglich sein, die Forderungen der EU hinsichtlich der Emissionsminderungen bis 2030 (mindestens 35 Prozent weniger CO2-Emissionen) zu erfüllen.

Journalisten, die am späten Vormittag im Konferenzraum angekommen waren, fanden nichts als leere Plätze vor. Sie warteten mehrere Stunden, während die Pressekonferenz mehrmals verschoben wurde. Nach 4 Stunden wurde die Veranstaltung komplett abgesagt. Eine neue Pressekonferenz kann am Montag stattfinden.

Anscheinend sind die Zahlen nicht konsistent genug. Demir, die Anfang nächster Woche zur Madrider Klimakonferenz abreisen will, sagte: "Ohne einen Klimaplan werde ich nicht nach Madrid fahren." Sie verwies auch auf den Plan der belgischen Regierung und des Formators Paul Magnette, kurzfristig auf Elektro-Firmenwagen umzusatteln. Sie sagte: "Flandern will auch einen starken Klimaplan, aber einen realistischen. Mehr Steuern sind keine gute Idee."