Flämisches Spitzensportbudget steigt um jährlich 2 Millionen Euro: "Sehr gute Sache"

Der flämische Sportminister Ben Weyts (Foto) besucht am heutigen Samstag die Belgier, die am Olympiapraktikum in Belek (Türkei) teilnehmen. Er nimmt sich Zeit, mit den Athleten zu sprechen und skizziert seine zukünftige Politik für sie. 

"Ich denke, es ist wichtig, als neuer Sportminister hier Präsenz zu zeigen", sagt Weyts, der betont, dass ihm in allen seinen Politikbereichen (Bildung, flämische Peripherie Brüssels, Tierschutz und Sport) zusätzliche Finanzmittel zugewiesen wurden.

Für die Spitzensportpolitik wird das Jahresbudget um 2 Millionen Euro auf 26 Millionen Euro erhöht. Darüber hinaus werden 10 Millionen Euro für Investitionen in eine erstklassige Sportinfrastruktur bereitgestellt.

"Das bedeutet, dass wir für die kommende Legislaturperiode Haushaltsmittel in Höhe von 140 Millionen Euro für den Spitzensport zur Verfügung haben. Ich denke, das ist eine sehr gute Sache", so der Minister.    

Investitionen in die Spitzensportpolitik sind laut Weyts notwendig, weil die Leistungen der Sportler "einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft haben". Er nennt es den "Schwungradeffekt".

"Ich habe das auch den Athleten erklärt. Ihre Leistungen bringen Menschen dazu, sich mehr zu bewegen. Wenn man sieht, dass die Zahl der Mitglieder des Gymnastikverbandes in wenigen Jahren von 100.000 auf 120.000 gestiegen ist, ist das vor allem der flämischen Spitzenturnerin Nina Derwael zu verdanken. Das Gleiche kann man vom Hockey sagen."     

Olympische Medaillen

Ben Weyts betont auch, wie wichtig es ist, sich weiterhin auf die Athleten zu konzentrieren, die es an die Weltspitze schaffen können.

"Der Antipode unserer Politik ist das, was ich die Puderzuckerpolitik nenne. Man streut etwas Puderzucker auf einen Kuchen und alle sind zufrieden, weil sie etwas haben. Aber du wirst das im Handumdrehen wegblasen. Deshalb konzentrieren wir uns weiterhin auf die Athleten, die das Talent und den Ehrgeiz haben, es unter die Top 8 zu schaffen."    

Laut Weyts hat dieser Ansatz in den letzten Jahren zum Erfolg der flämischen Spitzensportpolitik geführt.

"Wir sind in der Breite gewachsen, ich denke an Sportarten wie Taekwondo und in der Tiefe, denn immer mehr unserer Athleten holen sich eine Medaille.

"Laut Gracenotes Prognose hat Flandern die Chance, bei den Olympischen Spielen in Tokio 7 Medaillen zu gewinnen. Das ist viel, wenn man in die Vergangenheit schaut. Aber wer bin ich, dass ich einer renommierten internationalen Agentur widersprechen kann?"