Informator Magnette will vom Auftrag entbunden werden, König ruft erneut Parteivorsitzende zu sich

König Philippe empfing an diesem Montag den Informator Paul Magnette (PS) im Schloss in Brüssel. Magnette hat einen Abschlussbericht veröffentlicht und beantragt, von seinem Auftrag entbunden zu werden. Der König wird seine Entscheidung weiter prüfen und sich mit den verschiedenen Parteivorsitzenden beraten.

Bereits an diesem Nachmittag beriet er sich mit dem MR-Vorsitzenden Georges-Louis Bouchez und der Open VLD-Vorsitzenden Gwendolyn Rutten. Die anderen Vorsitzenden werden ab dem morgigen Dienstag an der Reihe sein.

Fünf Wochen lang hat Magnette an seinem Informationsauftrag gearbeitet. Zuerst hatte er angedeutet, dass er hauptsächlich vom Inhalt ausgehen wollte, aber allmählich schien immer klarer zu sein, dass für ihn eine lila-grüne Koalition in Frage kommt, möglicherweise ergänzt durch die Christdemokraten von der CD&V.

Die Arbeitsweise von Magnette wird teilweise scharf kritisiert. Die flämischen Nationalisten von der N-VA fühlen sich beiseite gedrängt, die CD&V fühlt sich ignoriert und fordert, dass die N-VA wieder an Bord geholt wird, und in den dunkelblauen Reihen der liberalen Open VLD sind sie sicherlich nicht bereit, sich einer "linken" Koalition aus PS (französischsprachige Sozialisten), MR (französischsprachige Liberale), SP.A (flämische Sozialisten), Ecolo (französischsprachige Grüne) und Groen (flämische Grüne) anzuschließen.

König Philippe verschafft sich jetzt etwas mehr Zeit, indem er alle Parteivorsitzenden hinzuzieht. In der Zwischenzeit berät er sich über die Antwort auf Magnettes Bitte.

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