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Mehr als tausend Gemeinden, Organisationen und Unternehmen fordern Einführung von Pfandflaschen

Mehr als tausend Gemeinden, Organisationen und Unternehmen in den Niederlanden und Belgien haben sich der sogenannten Pfandallianz angeschlossen, einem Verband, der sich für die Einführung eines Pfandes für alle Kunststoffflaschen und Getränkedosen einsetzt. Der Verband fordert die flämische Regierung auf, dem Beispiel der Brüsseler und wallonischen Regierung zu folgen.

Vor zwei Jahren begann die Initiative mit 21 Mitgliedsorganisationen und hat sich seitdem auf mehr als tausend Mitgliedsorganisationen der Zivilgesellschaft, Unternehmen, Verbände und Kommunen ausgeweitet. In Belgien sind 3 Gemeinden von Brüssel, 6 wallonische Gemeinden und 185 flämische Gemeinden (62 Prozent) beteiligt. In den Niederlanden sind fast alle Gemeinden dafür (98 Prozent). "Es ist eine Premiere, dass Kommunen, Städte, Landwirte, Verbraucher- und Umweltorganisationen die gleiche Sache unterstützen - und auch noch aus zwei verschiedenen Ländern", heißt es in einer Pressemitteilung.

Nach Angaben des Bündnisses befürworten 8 von 10 Bürgern in den Niederlanden und Flandern die Initiative. Die Organisation verweist damit auf eine Umfrage von De Standaard in den Niederlanden vom Juni 2018.

Die Diskussion über die Kunststoffverschmutzung steht inzwischen auch auf der politischen Agenda. Die neuen Regierungen von Brüssel und Wallonien haben beide in ihren Koalitionsverträgen in diesem Jahr beschlossen, noch in dieser Regierungszeit ein Pfand einzuführen. Die Pfandallianz fordert daher nun auch die flämische Regierung auf, dem Beispiel der wallonischen und der Brüsseler Regierung zu folgen. "Nur mit einem Pfand kann das europäische Sammelziel für Kunststoffflaschen erreicht werden", so die Organisation.