Maxime Anciaux - All rights reserved

Die Stadt Brüssel macht Gelder für die Kultur frei, um flämische Streichungen aufzufangen

Die Stadt Brüssel kündigte am Dienstag an, 300.000 € freizumachen, um Einsparungen, die aufgrund der Kürzungen im Kulturbudget des belgischen Bundeslandes Flandern erfolgen, auffangen zu können. Diese Gelder kommen zum regulären Brüsseler Kulturhaushalt, bzw. zu den bisher geplanten Zuschüssen hinzu. 

Nicht wenige der Kultureinrichtungen in der belgischen, flämischen und europäischen Hauptstadt Brüssel sind flämische Einrichtungen. Das sind z.B. die Königliche Flämische Schauburg (KVS - Foto oben), das Kaaitheater, der Konzertsaal Ançienne Belgique oder auch die Beursschouwburg (das Theater an der Börse). 

Auch diese Häuser werden von den Einsparungen der flämischen Landesregierung getroffen (- 6 %) doch viel härter trifft es die unabhängigen Initiativen und die freien Einrichtungen.

Bei ihnen gehen die Projektzuschüsse um 60 % zurück. Jetzt will die Stadt Brüssel mit ihren zusätzlichen Geld gerade hier aktiv werden und unterstützt vor allem junge Künstler und neue Initiativen mit 200.000 €.

Bestehende Einrichtungen erhalten einen kommunalen strukturellen Brüsseler Zuschuss über insgesamt 100.000 €.

Nach Ansicht von Brüssels Bürgermeisters Philippe Close (PS) gehört die flämische Kultur zur DNA der Hauptstadt und ist einer der verbindenden Faktoren in dieser Stadt mit all ihrer kulturellen Diversität.

Diese Zuschüsse können den aus Richtung Flandern verlorenen Etat der Kultureinrichtungen bei weitem nicht kompensieren, wie aus dem Brüsseler Rathaus verlautet, doch sie können zumindest etwas bei der Entwicklung helfen. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten