Technologie-Start-Ups sorgen in Flandern für über 7.000 Jobs

Viele Apps, die uns tagtäglich über unsere Smartphones helfen und informieren, sind Entwicklungen von kleinen Unternehmen, die gerade erst und zu diesem Zweck gegründet wurden. Das sind sogenannte Start-Ups. Diese jungen und dynamischen Unternehmen sorgen für viele zusätzliche Jobs und die meisten von ihnen haben sich im belgischen Bundesland Flandern niedergelassen. 

Das Forschungsinstitut für Arbeit und Gesellschaft (HIVA) und das Technologie-Unternehmen Sirris haben den Effekt der Start-Ups in Belgien auf den Arbeitsmarkt aufgrund von Statistiken aus dem Jahr 2017 grundlegend analysiert. Demnach waren vor zwei Jahren belgienweit 1.353 sogenannte Start-Ups aktiv, die für 10.349 Arbeitsplätze sorgten. Die meisten dieser Firmen sind im Gesundheitsbereich tätig, denn 11,5 % aller Start-Ups in Belgien bzw. 16 % aller dort angestellter Mitarbeiter gehören zum hiesigen HealthTech-Sektor.

Sieben von 10 dieser Start-Ups liegen in Flandern und sorgten 2017 für 7.140 Jobs. Die meisten dieser Arbeitnehmer sind die Geschäftsführer solcher kleinen Firmen und deren zumeist flexibel arbeitenden Angestellte. Weitere zwei von 10 belgischen Start-Ups haben ihren Sitz in der Region Brüssel-Hauptstadt. Beide Regionen bieten also rund 90 % dieser Unternehmen ihren Standort.

Städtisches und männliches Phänomen

Aus der Analyse ist auch ersichtlich, dass Start-Ups ein auffallend nur städtisches Phänomen sind. Die meisten Start-Ups in Flandern finden sich in Gent mit 157 Unternehmen und in Antwerpen mit 131 Firmen. Brüssel bzw. die Region Brüssel-Hauptstadt führen hier mit 279 Start-Ups. In Sachen Arbeitsplatz-Schaffung sieht die Sache etwas anders aus, denn hier führt Gent mit 636 Beschäftigten vor Brüssel mit 513 Jobs. Antwerpen liegt hier etwas abgeschlagen mit „nur“ 291 Start-Up-Mitarbeitern auf dem 3. Rang.

Auffallend ist hier aber auch, dass die meisten Start-Up-Mitarbeiter Männer sind und zwar mit einem Anteil von 73 %. Allerdings stellten HIVA und Sirris fest, dass immer mehr Frauen in solchen Unternehmen tätig werden. Im Zeitraum 2016-2017 war die Zahl der Frauen in solchen Firmen im Vergleich mit den beiden Jahren davor um 4 % angestiegen. Die allermeisten Start-Up-Kollegen sind übrigens jünger als 30 Jahre alt.  

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