Britische Wahlen und Brexit: Belgische Arbeitgeber machen sich Sorgen wegen der kurzen Übergangsfrist

Die Arbeitgeberverbände VBO und Voka befürchten, dass nicht genügend Zeit für den Abschluss eines Handelsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich bleiben wird. Sie hoffen, dass die Übergangszeit ( von 11 Monaten ab dem Zeitpunkt des Austritts der Briten aus der EU am 31. Januar) verlängert werden kann, um einen harten Brexit Ende nächsten Jahres zu vermeiden.

Der Verband belgischer Unternehmer (VBO) hofft, dass das neue britische Parlament mit einer konservativen Mehrheit den Brexit-Deal annehmen wird, "damit die Brexitsaga endlich aufhört". Auch Hans Maertens von der flämischen Unternehmerorganisation Voka sieht das so: "Es ist nun klar, dass es einen Brexit geben wird und dass der Austrittsvertrag genehmigt wird. Diese Unsicherheit verschwindet jedenfalls für unsere flämischen Unternehmen. Sie können und müssen sich jetzt weiter darauf vorbereiten."

Doch sind die belgischen Unternehmen ganz und gar nicht beruhigt. Wenn die Briten Ende Januar die EU tatsächlich verlassen, beginnt eine Übergangszeit für den Abschluss eines neuen Handelsabkommens. Diese Übergangszeit kann bereits zum 31. Dezember nächsten Jahres enden. Der Abschluss eines großen Handelsabkommens in elf Monaten erscheint sowohl der VBO als auch Voka für zu ehrgeizig. Beide Organisationen hoffen daher, dass die Übergangszeit verlängert wird.

"Im Gegensatz zu Boris Johnson plädieren die belgischen Arbeitgeber für einen Status quo Übergang, der bis zum Tag des Inkrafttretens der neuen Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien dauert", so der Verband VBO. "Denn wenn die Übergangszeit abläuft und es noch keine neuen Handelsbeziehungen gibt, werden wir mit einem 'delayed cliff-edge brexit' konfrontiert, bei dem wir in eine Situation mit Zöllen und Kontrollen zurückfallen.“

"Wenn Großbritannien und die EU bis Ende 2020 kein Abkommen über die zukünftigen Beziehungen aushandeln, werden flämische Unternehmer immer noch mit einem No-Deal oder harten Brexit konfrontiert sein und 28.000 flämische Arbeitsplätze sind gefährdet", befürchtet Maertens.

"Im Gegensatz zu Boris Johnson plädieren die belgischen Arbeitgeber für einen Status quo Übergang, der bis zum Tag des Inkrafttretens der neuen Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien dauert", sagt der Veraband VBO. AFP or licensors