Der flämische Rundfunk VRT eröffnet einen Lehrstuhl an zwei Universitäten

Unser Haus, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des belgischen Bundeslandes Flandern, VRT, wird einen Lehrstuhl an der Universität Gent (UGent) und an der niederländisch-sprachigen Freien Universität Brüssel (VUB) eröffnen. Dies teilte Rundfunkdirektor Paul Lembrechts (Foto) am Donnerstag am Rande des Medienkongresses „Media Fast Forward“ in Brüssel mit. Mit diesem Lehrstuhl will die VRT wissenschaftlich und analytisch die Rolle der Medien in der heutigen Gesellschaft beleuchten (lassen).

Flanderns neuer Medienminister Benjamin Dalle von den flämischen Christdemokraten CD&V hatte die Landesmedien dazu aufgerufen, Verantwortung im Bereich wissenschaftliche Innovation zu übernehmen. Diesem Aufruf werde man sich mit dem Lehrstuhl an der Genter Uni stellen, so VRT-Manager Paul Lembrechts im Rahmen von „Media Fast Forward“ am Donnerstag in Brüssel: „Die VUB wird über angepasste akademische Forschung analysieren, wie sich eine Medienorganisation heute am besten in einer sich verändernden Gesellschaft und einem damit einhergehenden wirtschaftlichen Kontext positioniert.“

In Sachen UGent ist der Zugang zu analytischen Daten und Vorgehensweisen interessant, so Lembrechts: „Via der Genter Universität erhalten wir einen breitgefächerten Zugang zur Digimeter-Forschung zur Unterstützung der jährlichen VRT-Trendanalyse. UGent will diese Trends innerhalb der Gesellschaft und innerhalb der Medienlandschaft in eine breitere Perspektive setzen.“

Der VRT-Lehrstuhl an der UGent und der VUB trägt den Titel „Gesellschaft in Transition“ und soll am 20. Februar 2020 lanciert werden. „Ziel ist, dass Wissenschaftler und Studierende der beiden Universitäten Zeit freimachen, um über die gesellschaftliche Rolle der Medien nachzudenken. Das betrifft sowohl den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, als auch die kommerziellen Medien“, sagte VRT-Strategiemanager Wouter Quartier zu diesem Lehrstuhl am Rande von „Media Fast Forward“.