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Thomas Cook-Pleite: Bis jetzt 2.000 belgische Urlauber entschädigt

Seit der Pleite des britischen Reisebüros Thomas Cook, die auch die belgischen Filialen in den Konkurs trieb, sind in Belgien etwa 2.000 Urlauber entschädigt worden. Dies teilte der belgische Garantiefonds für Reisende am Donnerstag mit. Der Konkurs des Reiseveranstalters betraf rund 83.000 Reisende in unserem Land.

Die Insolvenz von Thomas Cook in Belgien betraf rund 83.000 belgische Urlauber, die entweder schon an ihrem Urlaubsort von der Pleite heimgesucht wurden oder die eine Reise bei diesem Unternehmen gebucht hatten und diese nicht antreten konnten.

Der Garantiefonds für Reisende in Belgien gibt an, dass derzeit etwa 22.000 entsprechende Schadensfälle bearbeitet werden und dass diese Vorgänge noch rund ein halbes Jahr dauern können. Insgesamt steht eine Summe von 30 Mio. € für Entschädigungen im Fall Thomas Cook-Pleite bereit.

Der Entschädigungsfonds für Reisende wird von belgischen Urlaubs- und Feriensektor selbst finanziert. Das bedeutet, dass der belgische Steuerzahler dafür nicht geradestehen muss, wie dies derzeit in Deutschland im Zuge des Thomas Cook-Konkurses der Fall ist.

Hier muss die deutsche Bundesregierung rund 200 Mio. € für betroffene Reisende freimachen, weil die Thomas Cook-Versicherung Zurich nur für etwa ein Fünftel der Schadenssummen geradestehen kann.