Rousseau verspricht jedem Parteimitglied eine Stimme

Der neue Vorsitzende der flämischen Sozialisten, Conner Rousseau, will seine Mitglieder stärker in den internen Entscheidungsprozess einbeziehen. "Jedes Mitglied hat eine Stimme", versprach Rousseau in seiner Rede auf einem SP.A-Kongress in Brüssel an diesem Samstag. Und er warnte die Mitglieder auch: entweder man gehe den Weg in den nächsten Jahren gemeinsam, oder gar nicht. Der neue SP.A.-Präsident darf zudem ausnahmsweise weiterhin seinen Sitz im Parlament halten. Das haben die Mitglieder der flämischen sozialistischen Partei auf dem Kongress mit 55 % beschlossen.

Rousseau hatte bei seiner Wahl am 8. November versprochen, dass er der Gruppe einen ‘Elektroschock‘ verabreichen würde. Die Abgeordneten, die hofften, am Samstag eine detaillierte Vision von ihm zu hören, waren wohl enttäuscht. Rousseau will mit den Mitgliedern gemeinsam die „Funken sprühen“ lassen.

Und um das zu erreichen, werden die Mitglieder in Zukunft mehr zu tun haben. "Jedes Mitglied hat eine Stimme", ist das Credo von nun an. "Wen wir in Zukunft in den Senat schicken, oder wenn wir zu einem sensiblen Thema Stellung beziehen müssen, werden wir das nicht mehr in einem kleinen Besprechungsraum entscheiden. Das werdet Ihr alle mitentscheiden“ sagte Rousseau.

Weiter betonte er: „In den kommenden Jahren werden wir alle nur gemeinsam bestehen, oder gar nicht.“

Ausnahmeregelung für Rousseau

Der neue SP.A.-Präsident, Conner Rousseau, wird ausnahmsweise auch weiterhin im flämischen Parlament sitzen können. Das haben die Mitglieder der flämischen sozialistischen Partei im Rahmen der Konferenz an diesem Samstag mit 55 % beschlossen.

Der 27-Jährige wurde bei den Regionalwahlen am 26. Mai dieses Jahres gewählt und im Zuge dessen Fraktionsvorsitzender der SP.A. im Flämischen Parlament. Im November wurde er dann zum Vorsitzenden der Partei gewählt.

Nach den internen Regeln der SP.A. kann er diese beiden Funktionen normalerweise nicht kombinieren, auch wenn die gesamte Fraktion im flämischen Parlament das will.

Die Mitglieder der Partei mussten deshalb über eine mögliche Ausnahmeregelung entscheiden. Das haben sie am Samstag auf dem Kongress in Brüssel gemacht. Mit 55 % der Stimmen für die Ausnahmeregelung kann Conner Rousseau auch weiterhin als Abgeordneter im Regionalparlament sitzen.

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