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Polizei richtet Spezialeinheit gegen Cyberangriffe ein

Die belgische Polizei wird ein Team zusammenstellen, um schnell auf Cyberangriffe reagieren zu können. Das schreibt die Zeitung De Tijd an diesem Dienstag.  

Im Falle von Cyberangriffen greifen Hacker IT-Netzwerke an. Mit dem neuen Team werden die Ermittler bald in der Lage sein, bei einem Angriff auf ein großes Unternehmen, eine kritische Infrastruktur oder einen wichtigen Sektor, sofort zu handeln. Die Polizei wird dafür keine weiteren Personen einstellen. Es handele sich vielmehr um Ermittler, die im Falle eines Cyberangriffs zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit hinzugezogen werden können. Ziel ist es, schneller und effizienter reagieren zu können, betont Innenminister Pieter De Crem .

„Wichtig ist, dass in jeder Zone mindestens eine Person anwesend ist, die die Aufgabe hat, die Cyber-Angriffe zu erkennen und zu bekämpfen. Im Falle eines Angriffs besteht bereits eine Struktur, die alle zusammenbringt, damit man Herr über den Angriff wird, ihn abwehren und sofort erkennen kann, woher der Angriff kommt“, so De Crem im VRT-Radio am Morgen.

Die Einheit wird also Mitarbeiter der verschiedenen Computerkriminalitätseinheiten der föderalen Polizei zusammenbringen, um sofort auf Bedrohungen reagieren zu können. "Es sind Kollegen, die bereits über die Fähigkeiten verfügen, Cyberkriminalität in einer komplexen Computerumgebung zu verfolgen", fügt Michaël De Laet von der föderalen Computer Crime Unit (FCCU) hinzu. Es ist in der Tat entscheidend, schnell erste Erkenntnisse zu gewinnen und Beweise in Computernetzwerken zu sammeln", so De Laet auch noch.