Belgiens Umweltminister einigen sich dann doch auf einen Klimaplan

Die verschiedenen Regierungen in Bund und Ländern in Belgien haben sich dann doch auf einen nationalen Klimaplan einigen können, den sie zum Jahresende der EU-Kommission vorlegen können. Darin werden die europäischen Ziele und die Ambitionen, die sich die EU beim Klimagipfel von Madrid gesetzt hat, akzeptiert. 

Am Mittwochvormittag haben sich die Vertreter der Regierungen Flanderns, der Wallonie, der Region Brüssel-Hauptstadt und der belgischen Bundesebene im Rahmen einer gemeinsamen Arbeitssitzung auf einen nationalen Energie- und Klimaplan einigen können. Dieser Plan muss der EU-Kommission spätestens am 31. Dezember 2019 vorgelegt werden. 

Im Vorfeld hatten Länder und Regionen ihre Vorhaben bereits vorgelegt. Dabei hielt sich Flandern in der Frage des Zurückdrängens des CO²-Ausstoßes bis 2030 um 35 % zurück. Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) verlangte „Realismus“ und gab den flämischen Wert mit 32,6 % an, wozu Planungen vorliegen würden.

Jetzt, mit Hilfe der belgischen Bundesregierung und unter Berücksichtigung von innovativen Maßnahmen wird es wohl doch möglich sein, den gesamten CO²-Ausstoß in Belgien bis 2030 um 35 % zu senken.

Das Flandern von der föderalen Ebene Unterstützung bekommt, um diesen Ambitionen entsprechen zu können, hält Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) für logisch: „Man muss doch zugeben, dass es hier große Unterschiede gibt: Wallonien ist eine dicht bewaldete Region, während Flandern den zweitgrößten Chemiecluster der Welt hat.“