Die flämischen Fischer dürfen mehr Seezunge aber weniger Kabeljau fangen

Kurz vor dem Jahreswechsel hat der Rat der Europäischen Union für Landwirtschaft und Fischerei die Fangquoten angepasst. Für die flämischen Fischer stehen nur wenige Veränderungen an. Bei Fischarten, die in Flandern wichtig sind, bleibt in etwa alles gleich. Beim Kabeljau allerdings werden die Fangquoten signifikant gesenkt.

Nach der jährlichen Anpassung der Fangquoten durch die EU-Behörden dürfen Flanderns Fischer nächstes Jahr wieder mehr Seezunge fangen. Da allerdings die Bestände von Kabeljau in der Nordsee weiter sinken, werden auch die entsprechenden Fangquoten wieder gesenkt und zwar auch für die hiesige Fischerei um 50 %.

Nach Angaben von Flanderns Landesministerin für Wirtschaft, Landwirtschaft und Fischerei, Hilde Crevits (CD&V), ist Kabeljau hierzulande aber ein eher wenig begehrter Fisch, eine Art „Beifang“, wie sie dazu sagt.

Bei Rochen und Scholle bleiben die Quoten für die flämischen Fischer gleich. Das sind Fischsorten, die für die hiesige Flotte wichtig sind, denn dieser Fisch ist im Handel bei den Verbrauchern sehr beliebt. Dass auch mehr Seezunge gefangen werden darf, wird hier aber auch sehr begrüßt. Ministerin Crevits gab an, dass der hiesige Fischereisektor jährlich etwa 20.000 Tonnen Fisch an Land bringt. Diese Fangmenge habe einen Wert von rund 80 Mio. €.

Die Reeder-Zentrale, die die belgische bzw. die flämische Fischereiflotte vertritt, zeigte sich zufrieden mit den neuen EU-Fangquoten für die westeuropäischen Fanggebiete, in denen auch die hiesigen Fischer unterwegs sind: „Die Resultate für die von der flämischen Fischerei angepeilten Sorten sind sehr positiv.“ 

Evelyne jacq

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