Einsparungen beim Selbstmordtelefon? Minister Beke rudert zurück

Am Montag wurde bekannt, dass Flanderns Landeswohlfahrtsminister Wouter Beke (CD&V) den Rotstift im präventiven Gesundheitssektor ansetzen wird und die Mittel für zahlreiche hier engagierte Einrichtungen und Vereinigungen teilweise drastisch zurückfährt. Unter den betroffenen Einrichtungen war auch das flämische Selbstmordtelefon. Hier ruderte der Minister unter starkem Druck von außen zurück, doch die Kritik hält weiter an.

Die Einsparung beim Jahreszuschuss für das flämische Selbstmordtelefon ab 2020 würde 1,3 % des Budgets betreffen. Eigentlich eine recht kleine Summe, doch eine solche Einrichtung verfügt schon über sehr wenig Subsidien und funktioniert auch nicht ohne die Arbeit von zahlreichen Ehrenamtlichen. 

Dass Wohlfahrtsminister Beke von den flämischen Christdemokraten CD&V auch hier sparen wollte, stieß auf enorme Kritik. Noch am Montag teilte er per Twitter mit, dass er für diese Einrichtung eine Lösung gefunden habe und dass die Kürzungen der Funktionszuschüsse dort nicht notwendig seien.

Beke ließ wissen, dass „die vorige Regierung beschlossen hat, um Bereich Gesundheitsprävention noch im laufenden Jahr zusätzliche Impfstoffe einzukaufen. Hierdurch werden extra Mittel im nächsten Jahr frei.“

Für alle andere von den Sparmaßnahmen betroffenen Bereiche im präventiven Gesundheitssektor werde sich aber nichts verändern, so Beke am Dienstag. Doch in den kommenden Jahren würden für diesen Bereich weitere 10 Mio. € freigemacht.