Greet Van Opstal

Eine Studie belegt, dass eine intelligente Kilometerabgabe in Belgien sinnvoll wäre

Lange wurde in Belgien sowohl auf der föderalen Ebene, als auch in den Ländern und Regionen über eine allgemeine Maut, hier Kilometerabgabe genannt, debattiert. Hier war die flämische Landesregierung lange Vorreiter, zog sich aber völlig überraschend aus diesem Projekt zurück. Jetzt belegt eine Studie des Konsortiums „Motivity“, dass eine intelligente Kilometerabgabe doch eine Lösung für das ewige Stauproblem sorgen könnte.

Das Konsortium „Motivity“ untersuchte im Auftrag von mehreren Gremien, darunter auch die flämischen Landesbehörden, ob eine PKW-Maut, die auf der Berechnung der zurückgelegten Kilometer berechnet wird, eine Lösung für das permanente Stauproblem rund um die Ballungsräume in Belgien bieten kann. Hinter der Idee steckt auch das Vorhaben, die Autofahrer für z.B. den Schadstoff, den ihre Wagen spezifisch ausstoßen, mit einzuberechnen.

Im Laufe dieses Jahres, also noch bevor das Konsortium „Motivity“ seine Studie vorlegen konnte, zog sich der damalige flämische Landesminister für Verkehr und Mobilität Ben Weyts (N-VA) völlig überraschend aus dem Projekt zurück, doch das Konsortium machte weiter und kommt jetzt mit dem Resultat.

Demnach würde eine flächendeckende und intelligente Kilometerabgabe, die auf den Vorgaben beruht, die die Politik und die Behörden im Jahr 2017 in die Studie einfließen ließen, einen Rückgang der Staus mit sich bringen und dafür sorgen, dass zum einen viele Autofahrer umdenken und umsteigen würden und dass zum anderen der allgemeine Schadstoffausstoß, der durch den Straßenverkehr in die Umluft abgegeben wird, ebenfalls sinkt.

Doch auch die aktuelle flämische Landesregierung will nichts mehr von dieser Art Maut wissen, die auf den beiden Prinzipien beruht: „Der Verbraucher bezahlt“ und „Der Verursacher bezahlt“.