Der Brüsseler Justizpalast
Alexander Dumarey

Brüsseler Gericht zieht die Nationalität von zwei IS-Frauen ein

Ein Richter in Brüssel hat drei Frauen, die zur islamistischen Terrororganisation IS gehören, in Abwesenheit die belgische Staatsanwaltschaft entzogen. Zudem wurden die Frauen zu 5 Jahren Haft und zur Zahlung einer Geldbuße von 8.000 € verurteilt. Die drei Verurteilten hatten sich vor sechs Jahren in Syrien der Terrorgruppe angeschlossen, der ihre Ehemänner oder Lebensgefährten bereits angehörten.

Bei den drei verurteilten IS-Frauen handelt es sich um Hafsa Machbouâa (27), um Ilhame Haji (30) und um Nora Marzkioui (26). Alle drei stammen aus Antwerpen und alle drei sind Witwen von führenden Mitgliedern der in Belgien verbotenen islamistischen Bewegung Sharia4Belgium, die in Syrien ums Leben gekommen sind.

Den drei Frauen wurde per Gerichtsurteil die belgische Staatsangehörigkeit abgenommen und sie wurden zu Haftstrafen von jeweils 5 Jahren ohne Bewährung sowie zu Geldstrafen über 8.000 € verurteilt.

Keine der drei Frauen war im Gerichtssaal zugegen. Sie wurden lediglich von ihren jeweiligen Anwälten vertreten. Von keiner von ihnen ist übrigens der aktuelle Aufenthaltsort bekannt. Zeitweise war die Rede davon, dass sie sich in kurdischem Gebiet im Norden Syriens in Lagern aufhalten sollen, doch zumindest eine von ihnen konnte dort mit unbekanntem Ziel fliehen.