Flanderns Wohlfahrtsminister zieht alle Einsparungen im präventiven mentalen Pflegebereich zurück

Die Kritik gegen Flanderns Wohlfahrtsminister Wouter Beke (CD&V - Foto) wegen dessen umfassenden Einsparungen im präventiven Gesundheitswesen nimmt kein Ende. Stufenweise rudert der flämische Christdemokrat jetzt zurück. Nach dem er den Zuschuss für das Selbstmordtelefon doch wie bisher beibehalten will, zieht er auch die Einsparungen im präventiven mentalen Pflegebereich zurück.

In der VRT-Magazinsendung „Terzake“ („Zur Sache“) gab Beke am Mittwochabend zu verstehen, dass er alle Einsparungen in diesem Bereich, die für 2020 vorgesehen waren, zurücknimmt: 

„Das betrifft das Flämische Kompetenzzentrum für Selbstmordprävention, das Flämische Kompetenzzentrum gegen Alkohol, illegale Drogen, psychoaktive Medikamente und Spielsucht, VAD, und auch das Flämische Institut für Gesundes Leben. Also alles, was die präventive Gesundheitspflege und das mentale Wohlbefinden der Flamen betrifft.“

Er habe innerhalb des Kabinetts der flämischen Landesregierung von seinen Ministerkollegen Mittel erhalten, die er 2020 nutzen werde, um die geplanten Einsparungen aufzufangen.

Doch wörtlich genommen, sagte Beke bei „Terzake“ nicht, dass er seine Planungen, die letzten Freitag bekannt wurden, unter dem Druck aus der Bevölkerung zurücknimmt:

„Wir sind am Ende eines Jahres und dann wird immer gerechnet und geschaut, ob alles, was ausgegeben werden sollte auch ausgegeben wurde. Wenn dem nicht so ist, wird geschaut, ob es einen Überschuss gibt und wie dieser eingesetzt werden kann. Am Freitag habe ich meine Kollegen darum gebeten, einen Teil dieser Mittel, nämlich 1,3 Mio. €, bei der mentalen Gesundheit einsetzen kann.“