Schüsse in Antwerpen unweit der Wohnung von Bürgermeister De Wever

In der Nacht zum Donnerstag wurde ein Appartementgebäude im Antwerpener Ortsteil Deurne unmittelbar gegenüber der Wohnung von Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) beschossen. Nur wenig später wurden Schüsse auf zwei weitere Gebäude in der Nähe abgegeben. Die Polizei ermittelt jetzt, ob diese Schießereien in Verbindung zum bereits länger in Antwerpen wütenden Bandenkrieg im Drogenmilieu stehen.

Gegen 4.45 am frühen Donnerstagmorgen meldete ein Zeuge der Polizei, dass in der Van Steenlandstraat im Antwerpener Distrikt Deurne Schüsse gefallen seien. Zunächst wurde eine Wohnung im ersten Stock eines Appartementgebäudes direkt gegenüber der Wohnung von Bürgermeister De Wever beschossen, wobei ein Fenster und ein Rollladen getroffen wurden (Foto unten).

Nur wenig später wurden in der gleichen Straße nur wenige hundert Meter weiter zwei andere Wohnungen aus Feuerwaffen beschossen. Auch dabei wurden Fensterscheiben und Rollläden in Mitleidenschaft gezogen. Die Polizei riegelte die betroffene Straße im Zuge der Ermittlungen und der Arbeit der Spurensicherung hermetisch ab. Jetzt wird versucht herauszufinden, ob diese Schüsse in Zusammenhang mit dem seit Monaten in Antwerpen wütenden Bandenkrieg in der Drogenszene stehen. Wem die Schüsse genau galten, muss noch ermittelt werden.

Bürgermeister De Wever ließ über seinen Sprecher Johan Vermant wissen, dass er jedwede Kommunikation zu diesem Vorgang der Staatsanwaltschaft überlasse: „Der Bürgermeister hat die Schüsse in der Tat gehört, doch seine Lage unterscheidet sich nicht von der der anderen Antwerpener, die dies schon in ihrer Gegend mitgemacht haben.“ Bart De Wever habe vollstes Vertrauen in die juristischen Ermittlungen, so Vermant abschließend. 

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