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Kunstsammler Igor und Olga Toporovski in Untersuchungshaft

Seit Montag sind die russischen Kunstsammler Igor und Olga Toporovski in Untersuchungshaft. Sie stehen im Verdacht der Hehlerei mit Kunstgegenständen und der Geldwäsche. Das Paar war Ende 2017 in die Schlagzeilen geraten, als sie dem Genter Museum für Schöne Künste 24 russische Gemälde aus ihrer Privatsammlung bereitgestellt hatten. Kurz nach der Eröffnung der Ausstellung waren Zweifel an der Echtheit der Bilder entstanden. 

Igor Toporovski hatte u. a. vermeintliche Bilder von Kandinsky und Malewitsch an das Genter Museum vermittelt. Als Zweifel an der Echtheit der Bilder aufkamen, wurde die Museumsdirektorin Catherine de Zegher zuerst beurlaubt und später entlassen. Die Untersuchungen zogen nicht nur das Genter Museum für Schöne Künste, sondern auch die Genter Stadträtin für Kunst und Kultur, den Sammler selbst und die internationale Kunstszene in Mitleidenschaft.

Igor und Olga Toporovski behaupten nach wie vor, dass die geliehenen Werke echt waren. Am Freitag wurde die Untersuchungshaft der beiden verlängert. Rechtsanwalt Geert Lenssens, der viele Künstler und Kunsthändler vertritt, ist zufrieden, dass die Genter Gerichtsbehörden die Sache ernst nehmen: „Hier geht es um die Glaubwürdigkeit der Kunst.“

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