Wohnte der meistgesuchte Niederländer zeitweise in einem Brüsseler Luxusappartement?

Der Anfang der Woche in Dubai festgenommene meistgesuchte Tatverdächtige der Niederlande, Ridouan Taghi, hatte vermutlich eine Bleibe in Brüssel. Das vermutet die niederländische Staatsanwaltschaft, da ein erwiesener Komplize von Taghi ein teures Appartement in der Hauptstadt mietete.

Nach seiner Auslieferung an die Niederlande soll Ridouan Taghi wegen zahlreicher Mordaufträge und internationalen Drogenschmuggels vor Gericht gestellt werden.

Der 41-jährige Niederländer mit marokkanischen Wurzeln soll unter anderem hinter dem Mord an dem Rechtsanwalt Derk Wiersum stecken, der einen Kronzeugen in den Ermittlungen gegen Taghi verteidigte. Taghi war seit vielen Jahren spurlos verschwunden. Für den goldenen Tipp war eine Belohnung von 100.000 Euro ausgelobt worden. 

Den Ermittlungen zufolge soll der mutmaßliche Drogenboss nicht die ganze Zeit in Dubai verbracht haben. Die Ermittler haben einen 45-jährigen Komplizen verhaftet, der von 2015 bis 2018 eine Wohnung in Brüssel gemietet haben soll. „Wie oft und wie lange Ridouan Taghi sich in Brüssel aufgehalten hat, wissen wir nicht. Aber wir haben keine Anweisungen, dass die Wohnung leer gestanden hat. Wir gehen also davon aus, dass Taghi in Brüssel gewesen ist“, sagte Wim de Bruin von der Generalstaatsanwaltschaft in den Niederlanden.

Die Ermittler wissen nicht, wo sich die Wohnung in Brüssel befunden hat. Wohl aber, dass die Miete monatlich 4.300 Euro und die Kaution 25.000 Euro betragen haben. Die Mietkaution und die ersten sieben Monate Miete wurden cash bezahlt.

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