Kinder aus Dison außer Lebensgefahr: Vater hat sie wahrscheinlich versehentlich angeschossen

Die beiden 9- und 12-jährigen Jungen, die in der Nacht von Freitag auf Samstag mit schweren Schussverletzungen von ihrem Onkel ins Krankenhaus von Verviers (Provinz Lüttich) eingeliefert worden waren, schweben nicht mehr in Lebensgefahr. Wahrscheinlich wurden sie versehentlich von ihrem Vater angeschossen.

Die Aussagen des Vaters und des Onkels, die gestern verhaftet wurden, scheinen ein neues Licht auf die Schießerei in Dison, in der Nähe von Verviers, zu werfen. "Wie es jetzt aussieht, wurden die Schüsse wahrscheinlich aus Versehen gelöst. Dabei wurden die beiden Jungs lebensgefährlich getroffen. Aber ihr Gesundheitszustand hat sich verbessert, und momentan sind sie nicht mehr in Lebensgefahr", sagt Gilles de Villers Grand Champs, der Staatsanwalt von Verviers.

Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Verhaftung des Vaters: "Er wird im Laufe des Tages vor den Ermittlungsrichter geführt, und wir werden in der Tat seine Verhaftung wegen illegalen Waffenbesitzes und wegen unfreiwilliger Schläge und Verletzungen beantragen". Inzwischen ist der Onkel freigelassen worden. Er hatte die Kinder ins Krankenhaus gebracht, behauptete aber nichts mit den Schüssen zu tun zu haben.

In der Wohnung wurden neben der abgefeuerten Waffe noch drei weitere Waffen gefunden. Für keine dieser Waffen lag ein Waffenschein vor.  Warum sie sich in der Wohnung befanden, ist ebenfalls Teil der Ermittlungen.