Erik-Jan Ouwerkerk

Rundungsregelung erfolgreich: Belgien verabschiedet sich langsam vom Kupfergeld

Belgien hat Ein- und Zwei-Cent-Stücke weitgehend als Wechselgeld abgeschafft. Begründung: zu teuer. Seit Anfang Dezember müssen Geschäfte das Wechselgeld auf fünf Cent auf- oder abrunden. Bezahlen können Kunden aber auch künftig mit den Mini-Münzen.

Die belgischen Einzelhändler ziehen zumindest eine positive Zwischenbilanz. Der Einzelhandelsverband spricht fast einen Monat nach der Reform von einem gelungenen Start. „Es gibt insgesamt wenig Probleme“, sagte eine Sprecherin. Nur vereinzelt hätten sich Kunden beschwert oder gefragt, ob nun auch Gewinne aus Sportwetten oder Kartenzahlungen gerundet würden. Nach Angaben des Verbands sparen Händler durch die Reform Kosten. Denn Münzrollen mit Ein- und Zwei-Cent-Stücken zu beschaffen kostet oft mehr, als die Münzen wert sind.

Neben Belgien gibt es eine solche Regelung unter anderem in den Niederlanden.

Der belgische Einzelhandelsverband würde hingegen am liebsten noch einen Schritt weiter gehen. Es müsse gelingen, einen Großteil der Kleinstmünzen aus dem Verkehr zu ziehen, sagte die Sprecherin. Selbst wenn ein Betrag an der Kasse auf 9,05 Euro gerundet wird, könne der Kunde derzeit 9,06 Euro mit drei Zwei-Cent-Stücken bezahlen. Für das Wechselgeld müssen belgische Händler also noch immer einen Vorrat an Ein-Cent-Münzen vorhalten. (Quelle: dpa)

Jonas Hamers / ImageGlobe