Mitarbeiter streiken weil sie Heiligabend und Sylvester nicht früher nach Hause dürfen

Beim Pharmagroßhändler Febelco ist am heutigen Dienstag ein Streik ausgebrochen. Die Belegschaft wollte die Arbeit an Heiligabend und Sylvester früher beenden können, aber die Geschäftsleitung lehnt das schon seit Jahren ab, so die christliche Gewerkschaft ACV Puls.

Laut ACV Puls haben 230 der 240 Mitarbeiter am Standort Zolder die Arbeit eingestellt. Es ist noch nicht bekannt, wie die Haltung der anderen Standorte sein wird. Laut der Website des Unternehmens hat Febelco insgesamt neun Niederlassungen in Belgien.

Konkret fordern die Gewerkschaften, dass die Mitarbeiter am Heiligabend und Silvester um 17.30 Uhr nach Hause gehen können.

"Der Streik folgt auf ein Versöhnungsgespräch mit der Geschäftsführung, aber dieses Treffen war ein Misserfolg", sagt Elien Broeckhove von ACV Puls. "Aber wir hatten das Thema schon vor einem Jahr auf die Tagesordnung gesetzt. Wir bitten darum, dass unsere Mitarbeiter zweimal im Jahr, während der Feiertage zum Jahresende, zu einer anständigen Stunde nach Hause gehen können. Aber der Arbeitgeber hat sich immer über unsere Forderungen lustig gemacht."

Die Gewerkschaften hatten eine landesweite Streikankündigung eingereicht. Wir beabsichtigen, am Dienstag, den 31. Dezember, eine neue Arbeitsniederlegung zu organisieren. "Aber wenn es einen Vorschlag der Geschäftsführung gibt, sind wir natürlich bereit, zu verhandeln", fügt Elien Broeckhove hinzu. "Nichts hindert uns daran, vor dem 31. Dezember eine Lösung zu finden."