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Kaum zu glauben, aber wahr: Ein Wolf tötet ein Känguru und verwundet ein weiteres

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch drang ein Wolf in eine Kängurufarm in Balen (Provinz Antwerpen) ein. Er verschlang ein Kängeru und verwundete ein zweites (Foto oben). Bei dem Tier, das für diesen Angriff auf einem Privatgrundstück  verantwortlich war, handelte es sich wahrscheinlich um den Wolf August.

Augusts Anwesenheit in den Antwerpener Kempen war am Dienstag bestätigt worden. Der Wolf wurde wahrscheinlich in den Gemeinden Lichtaart und Gierle beobachtet und soll schon zwei Schafe eines Bauern in Zoersel getötet haben. Es könnte sich aber auch um einen neuen Wolf handeln.

Dasselbe Tier ist vermutlich auch für den Tod eines Kängurus verantwortlich, das in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Balen getötet wurde. Ein weiteres Kängeru wurde bei dem Angriff verwundet.

Wolfexperte Jan Loos sagte am Mittwoch,  er sei überzeugt, dass es sich bei dem Beutetier tatsächlich um einen Wolf handele, weil die angegriffenen Tiere relativ groß waren. "Der Wolf schlich unter dem Zaun des Pferches durch und nahm ein Känguru mit", sagte er.

Das flämische Institut für Natur- und Waldstudien (Instituut voor Natuur- en Bosonderzoek) hat in  Balen eine Analyse der am Tatort gesammelten DNA durchgeführt.

Laut Jan Loos besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei dem Täter um den Wolf August handelt, weil der in den letzten Wochen in der Gegend beobachtet wurde. "Aber es könnte auch ein neuer Wolf sein", sagte er.

Für Ende Februar ist eine Informationsveranstaltung geplant, um den Besitzern von Schafen und anderen Tieren zu erklären, wie sie diese vor Wölfen schützen können.