Andreas Kockartz

Autoworld präsentiert mit "So British!" Klassiker aus der englischen Automobilgeschichte

Alle zwei Jahre zum Jahreswechsel zeigt das Brüsseler Automobilmuseum Autoworld eine große Show. Passend zur politischen Aktualität, also zum Brexit, heißt diese Show dieses Jahr „So British“. Gezeigt wird dabei anhand von dutzenden klassischen Autos und Motorrädern die Entwicklung der britischen Automobilindustrie seit dem Kriegsende. Auch dieses Mal haben sich die Ausstellungsmacher ein wunderbares Szenario einfallen lassen, um ihrer Ausstellung einen passenden Rahmen zu bieten. Die gesamte Ausstellung spielt sich irgendwo im Zentrum von London ab…

Natürlich zeigt „So British!“ klassische englische Autos von Marken wie Jaguar, Rolls Royce, Triumph oder Austin. Natürlich sind in der Brüsseler Autoworld Fahrzeuge, wie ein Jaguar E, ein London-Taxi, ein Mini oder ein Morgan Plus 8 zu sehen. Ohne solche Fahrzeuge, auch wenn diese bei fast jedem Oldtimertreffen irgendwo in Europa auch zu sehen sind, doch zu einem solchen Rahmen, wie ihn die Ausstellung „So British!“ in einer der beiden prächtigen Brüsseler Ausstellungshallen im Jubelpark bietet, gehören sie einfach dazu.

Und, wie in der Autoworld üblich, wird die klassische Oldtimerausstellung auch dieses Mal wieder durch höchst moderne Supercars ergänzt.

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McLaren F1 Andreas Kockartz

Doch ergänzend zu klassischen Superautos, wie einem Aston Martin DB5 oder verschiedenen Rolls Royce und Jaguars, sind auch viele kleine Klassiker dabei. Gebrauchsautos, wie einfache Minis (auch hin Renn- und Rally-Versionen), ein Ford Anglia, kleine Austins, Nutzfahrzeuge, wie ein früher Land Rover, ein Bedford-Lieferwagen, ein Austin Pick up oder auch klassische viertürige Mittelklasseautos von Rover oder Triumph.

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Genau das macht die Ausstellung „So British!“ so sehenswert. Die spannende Mischung zwischen höchst modernen und klassischen Superautos, sogenannten „Brot-und-Butter-Autos“, historischen Nutzfahrzeugen und Renn- und Rally-Autos sowie Studien und Projekten z.B. von McLaren, eingebaut in ein unterhaltsames Szenario bietet mehr als nur eine Autoausstellung in einem Museum. „So British!“ ist Unterhaltung für die ganze Familie, spannend genug für klassische Auto- und Oldtimerfans und eine super Idee für Leute, die mal eben raus wollen und einen besonderen Ort mit einem originellen Inhalt suchen.

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Andreas Kockartz

„So British!“ präsentiert aber auch Autos, die nicht jedem bekannt sind. Wer kennt schon den feinen Sportwagen von Gordon Keeble? Oder wer kennt die Fahrzeuge der Marke Bristol, die z.B. der Schauspieler Nathaniel Parker in der britischen Krimiserie "The Mysteries of Inspector Lynley" fuhr? Wagen von Jensen sind hier auch zu entdecken. Und bei den Motorrädern geht es weiter. Maschinen von Northon und Triumph sind dabei, aber auch eine Ariel, eine Vincent, Bikes von Royal Enfield und einige berühmte Café Racer sind dabei. Triumph zeigt übrigens als einer der Sponsoren dieser Ausstellung gleich drei supermoderne Bikes, die erst 2020 auf den Markt kommen werden…

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Andreas Kockartz

„So British!“ präsentiert auch einige historische und moderne Rennautos, wie den Mini Cooper S, der 1964 unerwartet die Rally Monte Carlo gewonnen hatte, der bullige Ford Escort RS 2000 aus den 1970er Jahren der belgischen Rennfahrerin Yvette Fontaine oder einen Jaguar D-Type. Solche Fahrzeuge waren auf den berühmten englischen Rennkurs von Goodwood in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre unbesiegbar… Unter den etwas moderneren Rennwagen ist auch der Bentley Speed 6, der im Jahr 2003 die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hatte. „So British!“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert, bei weitem nicht nur für Autofans. Hier findet jeder Besucher etwas zu erleben.

„So British!“, noch bis zum 26. Januar 2020, Autoworld, Esplanade Jubelpark 11, 1000 Brüssel, Metro Merode. Info: www.autoworld.be

Bentley Speed 6 Andreas Kockartz
Einige typisch britische Luxus-Sportwagen: vhnv. Gordon Keeble, Bristol und Aston Martin Andreas Kockartz
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