Flandern teilfinanziert Volvo Cars in Gent die Umschulung von Personal

In der vergangenen Woche sicherte die flämische Landesregierung dem Autobauer Volvo Cars in Gent einen 2 Mio. €-Zuschuss für die Umschulung von Mitarbeitern zu. Die betroffenen Volvo-Kollegen sollen in Zukunft in einem neuen Werk arbeiten, in dem Batterien für Elektroautos produziert werden sollen.

Der schwedische Autobauer Volvo, der sich seit einigen Jahren im Besitz des chinesischen Fahrzeugherstellers Geely befindet, gab kürzlich bekannt, in Zukunft von jedem neuen Modell auch eine elektrisch betriebene oder/und eine hybride Version auf den Markt zu bringen. Ab 2025 will Volvo erreichen, dass rund die Hälfte aller am Markt abzusetzender Fahrzeuge E-Autos sind.

Um dieses ehrgeizige Ziel erreichen zu können, muss das Unternehmen zig Millionen Euro investieren. Alleine für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sind 24 Mio. € vorgesehen. Damit auch der belgische Volvo-Standort in Gent von diesem Vorhaben profitieren kann, bietet Flandern Zuschüsse für diese Fortbildungen an.

Flanderns Landeswirtschaftsministerin Hilde Crevits (CD&V) steuert 2 Mio. € dazu bei, wie sie vor Weihnachten gegenüber VRT NWS andeutete: „Volvo Gent ist ein sehr wichtiges Unternehmen für Flandern mit über 6.000 Beschäftigten und Investitionen in Millionenhöhe. Das ist der Grund, weshalb wir als flämische Regierung diesen Transformations-Zuschuss gewähren.“

Schon jetzt laufen bei Volvo im Genter Hafen die Umschulungen auf Hochtouren, denn das neue Batteriewerk soll ab März 2020 operationell sein. Das Gebäude steht bereits und derzeit werden die Produktionsanlagen aufgebaut. Das erste E-Auto, dass Volvo in Gent vom Band laufen lassen wird, ist ab September 2020 das Modell XC40 (Foto oben).