Küstenwache: Wird der letzte "Sea King"-Hubschrauber wieder fliegen?

Die „Sea King“-Hubschrauber der belgischen Küstenwache, die zumeist bei Seenot-Rettungseinsätzen eingesetzt wurden, waren und sind legendär. Nicht zuletzt durch die flämische TV-Serie „Windkracht 10“ („Windstärke 10“) sind diese Helikopter vielen ein Begriff. Doch vor einigen Jahren wurden die betagten Hubschrauber durch neue Helis vom Typ NH-90 ersetzt. Einer davon könnte zu Nostalgiezwecken wieder abheben, wie sich ein Liebhaber, der bei der belgischen Luftwaffe tätig ist, vorstellen kann.

Die Möglichkeit, dass der letzte „Sea King“ der belgischen Küstenwache irgendwann noch einmal fliegen kann, sei groß, wie Brecht Vandecasteele, ein Bordtechniker der belgischen Luftwaffe angibt, der früher in diesen Hubschraubern dienstlich tätig war. Er hat wohl ein britisches Unternehmen gefunden, dass diesen „Sea King“ übernehmen, in Stand setzen und betreiben würde.

Jetzt hängt es davon ab, ob das belgische Verteidigungsministerium auf dieses Angebot eingeht und den Hubschrauber verkauft. Dann könnte er in Belgien zu Nostalgiezwecken zum Beispiel im Rahmen von Flugshows eingesetzt werden.

Dass der letzte „Sea King“ sein Dasein in einer Halle der Küstenwache in Koksijde an der belgischen Küste fristen muss, stimmt den Bordtechniker traurig. Er hat 15 Jahre lang an Bord dieser Hubschrauber für den technischen Ablauf der Einsätze gesorgt.

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Vandecasteele hat mit dem englischen Unternehmen „Historic Helicopters“ einen Kandidaten gefunden, der diesen letzten belgischen „Sea King“ übernehmen würde: „Ziel ist, dass sie mit diesem belgischen Hubschrauber zu Airshows in ganz Europa, also auch in Belgien fliegen sollen.“

Der berufsmäßige und private Liebhaber der Hubschrauber von Typ „Sea King“ wünscht sich sehnlichst, dass dieser ehemalige Rettungshubschrauber selbst bald gerettet wird: „Ich stelle fest, dass viele Leute völlig begeistert von der Idee sind. Wenn ‚Historic Helicopters‘ den Hubschrauber übernimmt, wird ein vollständig ausgebildetes Team eingesetzt, um damit zu fliegen."

Brecht Vandecasteele hofft, dass sich das belgische Verteidigungsministerium gegen Ende der Weihnachtsferien oder zum Anfang des neuen Jahres dazu äußern wird.