Thomas Cook-Pleite: Jetzt schon über 5.300 beschädigte Urlauber aus Belgien entschädigt

In diesen Tagen und Wochen wird die Entschädigung der belgischen Urlauber, die direkt vom Konkurs des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook und deren belgischer Filiale betroffen waren, beschleunigt. Inzwischen seien 5.319 Betroffene vergütet worden, meldete der belgische Reisegarantiefonds zu Weihnachten.

Mark De Vriendt, der Geschäftsführer des hiesigen Reisegarantiefonds, teilte am Dienstag mit, dass seine Einrichtung zum jetzigen Zeitpunkt bereits 5.319 Geschädigte aus Belgien vergütet habe und dass zu diesem Zweck bisher rund 4 Mio. € an die Betroffenen geflossen seien.

Der Konkurs des belgischen Thomas Cook-Ablegers betraf etwa 83.000 hiesige Urlauber und Reisende entweder während ihres Urlaubs am Ferienort selbst oder vor dem Antritt ihrer bereits gebuchten Reise.

Laut Reisegarantiefonds wurden insgesamt etwa 20.000 Schadensfälle eingereicht, für deren Bearbeitung noch rund 30 Mio. € zur Verfügung stehen. Bis Mai 2020 sollen alle laufenden Fälle abgearbeitet sein, so CEO De Vriendt dazu.

Im Gegensatz zu Deutschland werden die von der Thomas Cook-Pleite betroffenen Urlauber nicht vom Steuerzahler aus der öffentlichen Hand entschädigt, sondern aus einem Fonds, den der belgische Reisesektor selbst finanziert. 

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