Wieder zwei Kängurus in Flandern totgebissen: "Wohl nicht das Werk eines Wolfs"

Schon am vergangenen Montag fand ein Besitzer einiger Kängurus in der Gegend von Beringen (Prov. Limburg) in seinem Gehege zwei gerissene Tiere. Er meldete sich aber erst am Donnerstag bei der Initiative „Willkommen Wolf“, nach dem die Meldung zu den gerissenen Kängurus in Balen im Kempenland die Runde machte.

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Montag in Paal, einer Teilgemeinde von Beringen in Limburg. Der Besitzer der Tiere entdeckte in seinem Gehege zwei tote Kängurus und ein verletztes Tier. Da in letzter Zeit wieder ein Wolf in Flandern gesichtet wurde, ging der Betroffene davon aus, dass dieses Tier auch seine Kängurus gerissen hat, weil ein anderer gleichartiger Vorfall in Balen eindeutig auf Wölfe zurückzuführen ist.

Doch dieses Mal geht die flämische Initiative „Willkommen Wolf“ („Welkom Wolf“) nicht davon aus, dass ein Wolf der Schuldige ist, wie deren Sprecher und Experte Jan Loos gegenüber VRT NWS: „Paal liegt am anderen Ufer des Albertkanals und der Autobahn E313, wenn man vom Territorium des Wolfs August ausgeht. Ich zweifle zudem daran, dass ein Wolf so weit läuft, um mitten in einem Wohngebiet Beute zu suchen.“

Auf die Frage, wer die beiden Kängurus gerissen haben könnte, entgegnete Loos: „Wir vergessen schnell, dass in Flandern 625.000 Hunde gemeldet sind und nur zwei Wölfe. All das sollte also im Kontext betrachtet werden. An nicht allem ist der Wolf schuld. Sollte sich aber herausstellen, dass auch dieser Vorfall das Werk eines Wolfs ist, werden wir dies wie sonst auch bekanntgeben.“

Ein Rätsel...

Loos und seine Initiative werden jetzt DNA-Proben aus, um in beiden Fällen genau feststellen zu können, ob ein Wolf involviert ist und wer der beiden in Flandern bekannten Wölfe der Übeltäter sein könnte. Jan Loos von „Willkommen Wolf“ ruft deshalb auch erneut dazu auf, zu melden, wenn ein Wolf gesehen wurde. Dies kann über die Webseite welkomwolf.be gemeldet werden.

Das Gehege, in dem die beiden Kängurus in Paal gerissen wurde, ist von einem 1,8 m hohen Zaun umgeben. Der Besitzer rauft sich die Haare. Für ihn ist das Ganze ein Rätsel. Er glaubt nicht an einen Hund und geht eher davon aus, dass hier ein Wolf, Füchse, Dachse oder auch Luchse am Werk waren…