2019 war wieder ein gutes Weinjahr für Belgiens Winzer

Die Qualität von Weinen und Schaumweinen aus Belgien konnten 2019 einen weiteren Schritt nach vorne machen. Während die Menge und die Qualität beim Wein etwas besser geworden ist, wird Schaumwein aus Belgien dieses Jahr als besonders gut bewertet. Der Dachverband der belgischen Winzer bedankt sich bei den Wettergöttern.

Doch für die hiesigen Weinbauern war 2019 nicht alles Gold was glänzte. Eine Rekordernte wie im vergangenen Jahr, als fast 2 Mio. Liter belgischer Wein produziert wurden, war dieses Jahr nicht drin, wie Lodewijk Waes angibt, der Vorsitzende der Vereinigung der Belgischen Weinbauern: „Ich schätze, dass unsere Produktion 10 bis 15 % unter der Menge des vergangenen Jahres liegen wird.“ Diese Vereinigung behauptet, 85 % aller Winzer aus Belgien zu vertreten.

Steigern konnte sich aber die Qualität des hiesigen Weines. Besonders der Schaumwein ist dieses Jahr gut ausgefallen, weil die Trauben früher gelesen werden konnten, als eigentlich üblich: „Das kommt durch das warme und trockene Wetter, das wir bis September hatten. Dadurch gab es keinen Schimmelbefall und der Zuckergehalt konnte sich gut entwickeln.“

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Lodewijk Waes sagte weiter, dass die frühen Traubensorten bereits Anfang September unter optimalen Umständen und mit „so gut wie perfektem Zucker- und Säuregehalt“ gelesen werden konnten. Allerdings mussten die Trauben, aus denen normaler Weiß- oder Rotwein gewonnen wird, noch etwas länger an den Reben reifen. Das bedeutete für die Winzer, dass die entsprechenden Reben dann doch noch von wechselhaftem Wetter heimgesucht wurden: „Dadurch konnten diese Weine nicht die absolute Topqualität erreichen, wie wir erhofft hatten.“

Frühe Trauben unter optimalen Umständen gelesen

Ein weiterer nicht unerheblicher Grund für die bessere Qualität der belgischen Weine ist auch die Tatsache, dass die Weinstöcke älter werden und dass die hiesigen Winzer Jahr für Jahr mehr Erfahrung sammeln können. Zudem haben die belgischen Weinbauern in der jüngsten Zeit erhebliche Mittel in ihre technische Infrastruktur investiert: Doppelwandige Weinfässer, die besser Kühlen, modernere Pressen…

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Leider, so der Chefwinzer, bleibt Wein aus Belgien weiter recht teuer: „Das liegt an der Verbrauchersteuer und an den hohen Arbeitskosten. Und, wir haben hier nicht das Wetter aus Spanien oder Italien, wo damit eine höhere Produktion und höhere Einnahmen erreicht wird. Jetzt hoffen die belgischen Winzer auf mehr Unterstützung von Bund und Ländern.

Inzwischen ist die Fläche, auf der in unserem Land Wein angebaut werden kann, innerhalb der vergangenen 10 Jahre um ein Vielfaches größer geworden und beträgt mittlerweile rund 400 Hektar Anbaugebiet. Hier wird in erster Linie Schaumwein und Weißwein produziert. Rotwein wird in geringerem Maße hergestellt und Rosé hat hier nur einen ganz kleinen Anteil in Anbau und Absatz.