Am Schloss von Beersel soll „die Pille“ gegen die Taubenplage helfen

Im Wasserschloss von Beersel (Foto) im pittoresken Brüsseler Umland in der Provinz Flämisch-Brabant sorgen seit geraumer Zeit Tauben für große Probleme. Jetzt wollen die Verantwortlichen des Schlosses etwas dagegen unternehmen. Sie setzen auf „die Pille“, damit sich diese Tauben nicht noch weiter vermehren. In der Altstadt von Tongeren in Limburg und auch in der Universitätsstadt Löwen ging man vor einigen Jahren erfolgreich den gleichen Weg.

Der üble Nebeneffekt von einem massiven Taubenaufkommen sind deren Exkremente, die bei einem hohen Aufkommen Bakterien verbreiten und gesundheitsschädlich sein können. Zudem wird es für die Besucher des Wasserschlosses von Beersel, ein Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert, zunehmend lästig, dauern auf Taubenschiss zu stoßen.

Schon jetzt muss die Gemeinde Beersel jährlich rund 6.500 € aufwenden, nur um diese Exkremente rund um das Schloss zu beseitigen. Diese Reinigung ist verpflichtet und steht sogar im Polizeireglement der Gemeinde.

Inzwischen erreichen die Gemeinde über die sozialen Medien negative Kommentare, wie Kulturschöffin Elise De Greef (N-VA) gegenüber VRT NWS angibt: „Wir haben an unserem Schloss eine regelrechte Taubenplage. Das oberste Stockwerk ist voller Exkremente und die Treppen auch. Wir erhalten sehr schlechte Kommentare von Leuten, die das Schloss besuchen kommen.“

Das kann so nicht weitergehen!“

Beersels Kulturschöffin Elise De Greef (N-VA)

„Das kann so nicht weitergehen“, so die Kulturschöffin, die in Beersel auch für das Kulturerbe zuständig ist: „Wir werden zuerst versuchen, Tauben dort wegzuholen. Danach gehen wir tierfreundlicher mit der Angelegenheit um und sorgen präventiv für Verhütung.

Die Gemeinde Beersel ließ sich dazu von den Erfahrungen in Löwen inspirieren, wo man schon eine Zeit lang bei Tauben verhütet, damit sie sich nicht mehr vermehren. In Tongeren, der ältesten belgischen Stadt, die in der Provinz Limburg liegt, geht man erfolgreich ähnlich vor. Und im Küstenbadeort Blankenberge nutzt man Verhütungsmittel, um die Verbreitung von Möwen kleinzuhalten. 

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