Daten von 160.000 belgischen Allianz-Kunden gestohlen

Im August ist in den Niederlanden ein Back-Up-System gestohlen worden, auf dem die Angaben von zahllosen Kunden der Allianz-Versicherung gespeichert sind. Darunter sind auch die Daten von rund 160.000 belgischen Allianz-Kunden. Der Back-Up hat vor allem Kunden der Reiseversicherung Allianz-Partners gespeichert.

Dabei geht es in erster Linie um Kunden, die während oder nach einer Reise einen Reisebeistand nach Krankheit oder Unfall angefordert bzw. eine Panne oder einen Schadensfall gemeldet hatten, wie nach einer gründlichen Analyse des Vorfalls herauskam.

Bei dem Diebstahl waren auch die Daten von über 260.000 niederländischen Allianz-Kunden entwendet worden, wie schon im September in unserem Nachbarland gemeldet wurde. Der betreffende Back-Up wurde im August schon aus einem Schließfach in einem eigentlich gesicherten Bereich gestohlen.

Bei den dabei gestohlenen Daten handelt es sich teilweise um höchst sensible medizinische Angaben aber auch im Adressen und Bankdaten. Inzwischen meldete die Allianz den Vorfall auch der belgischen Datenschutzbehörde. Alle betroffenen Kunden sollen von der Allianz in Belgien persönlich kontaktiert werden, meldete die Versicherungsgruppe dazu.

Allianz Partners rät dazu, verdächtige Vorkommnisse oder seltsam anmutende Benachrichtigungen des Unternehmens umgehend zu melden. Dies ist über die Webseite von Allianz Partners in Belgien, über die kostenlose Telefonnummer 0800/29775 oder per Email über contact.be@allianz.be möglich.

Die Frage lautet nun, ob diese Daten zielgerichtet gestohlen wurden oder ob sie im Rahmen einer anderen Straftat entwendet wurden. Fachleute bezweifeln, dass Personen, die keine Kenntnis der Sachlage haben, mit den Bändern des gestohlenen Back-Ups nichts anfangen können. Die Daten sind zum einen Verschlüsselt und zum anderen ist ein spezielles Gerät nötig um Back-Up und Bänder lesen zu können.