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Belgiens Sicherheitsdienste kommunizieren bald öffentlich über eine eigene Webseite

Das belgische Koordinationsorgan für Bedrohungsanalyse OCAD wird im Laufe des kommenden Jahres eine eigene Internetseite lancieren, auf der die hiesigen Sicherheitsdienste „proaktiv“ über bestimmte Ermittlungsvorgänge die Öffentlichkeit informieren werden.

Das dabei einiges weiterhin Top Secret bleiben wird, steht allerdings außer Frage, wie das flämische Wirtschaftsblatt De Tijd dazu meldet. Dort wird ein OCAD-Mitarbeiter mit den Worten zitiert: „Wir werden aber keine geheimen Informationen oder Ergebnisse aus laufenden Ermittlungen auf den Tisch werfen.“

Allerdings werden dort regelmäßig Berichte und Rapporte veröffentlich, die nach eigenen Angaben des OCAD „gesellschaftlich relevant“ sind.

Mit dieser Webseite soll auch denen der Wind aus den Segeln genommen werden, die geheime Informationen vorzeitig z.B. durch Presselecks, an die Öffentlichkeit bringen: „In dem wir vorsichtig bereinigte Versionen unserer Arbeit selbst schneller zur Verfügung stellen, braucht sie niemand mehr selbst rauszugeben…“

In dem die Sicherheitsdienste selbst öffentlich und proaktiv kommunizieren, will man der Tatsache zuvorkommen, dass andere derartige Informationen zu welchem Zweck auch immer missbrauchen, heißt es dazu.